St.Gallen

Pensionskassen verzinsen so hoch wie seit 25 Jahren nicht mehr

Pensionskassen verzinsen so hoch wie seit 25 Jahren nicht mehr
Für den «Risiko Check-up 2026» hat Complementa Daten von 469 Pensionskassen mit einem Vermögen von 1009 Milliarden Franken ausgewertet
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Die Schweizer Pensionskassen stehen finanziell stark da. Laut der neuen Studie «Risiko Check-up 2026» der St.Galler Complementa erzielten sie 2025 im Durchschnitt 6,3 Prozent Rendite. Die Vorsorgeguthaben der Arbeitnehmer wurden mit durchschnittlich 4,3 Prozent verzinst – so hoch wie seit 25 Jahren nicht mehr.

Text: pd/stz.

Die guten Anlageergebnisse kommen bei den Versicherten an. Gemäss der aktuellen Pensionskassenstudie von Complementa gewährten 99 Prozent der untersuchten Vorsorgeeinrichtungen 2025 eine Verzinsung oberhalb des gesetzlichen BVG-Mindestzinses. Durchschnittlich wurden den Vorsorgeguthaben 4,3 Prozent gutgeschrieben.

Grundlage dafür war ein starkes Anlagejahr. Schweizer Pensionskassen erzielten 2025 durchschnittlich 6,3 Prozent Rendite – deutlich mehr als der langfristige Durchschnitt von 3,6 Prozent pro Jahr über die vergangenen zwei Jahrzehnte. Hochgerechnet auf das gesamte Vermögen der zweiten Säule entspricht dies einem Anlageertrag von rund 77 Milliarden Franken.

Auch die Reserven konnten weiter gestärkt werden. Der kapitalgewichtete Deckungsgrad erhöhte sich innerhalb eines Jahres von 111,8 auf 114,4 Prozent. Ende 2025 befanden sich nur noch rund zwei Prozent der Pensionskassen in Unterdeckung.

Aktien vor Obligationen

Deutlich verändert hat sich die Vermögensaufteilung. Obligationen machten vor rund 30 Jahren noch nahezu die Hälfte der Anlagen aus. 2025 sank ihr Anteil auf einen historischen Tiefstwert von 29,3 Prozent. Aktien sind mit 34,1 Prozent inzwischen zum zweiten Mal in Folge die grösste Anlageklasse. Immobilien kommen auf 22,6 Prozent, alternative Anlagen auf 9,8 Prozent.

Gleichzeitig nehmen weniger liquide Anlagen an Bedeutung zu. Ihr Anteil stieg innerhalb von 15 Jahren von 28,2 auf 35,7 Prozent. Dazu zählen beispielsweise Immobilien, Hypotheken und alternative Anlagen. Als wichtigsten Grund nennen die Pensionskassen die zusätzliche Diversifikation.

Trotz komplexerer Anlageformen sinken die Kosten weiter. Die durchschnittlichen Vermögensverwaltungskosten erreichten 2025 mit 0,40 Prozent einen neuen Tiefststand.

Auch 2026 entwickelt sich bislang erfreulich: Bis Ende August erzielten die Pensionskassen laut Complementa bereits eine Rendite von 5,0 Prozent, der durchschnittliche Deckungsgrad stieg auf 118,5 Prozent.

Für den «Risiko Check-up 2026» hat Complementa Daten von 469 Pensionskassen mit einem Vermögen von 1009 Milliarden Franken ausgewertet. Damit deckt die Studie rund 80 Prozent des Schweizer Pensionskassenvermögens ab und erreicht einen neuen Teilnahmerekord.

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