St.Gallen

Ausbau der Start-up-Förderung stösst im Kanton auf offene Ohren

Ausbau der Start-up-Förderung stösst im Kanton auf offene Ohren
Die Stiftung Smartfeld in St.Gallen
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Die Regierung will durch eine einmalige Finanzierung von zehn Millionen Franken bestehende Finanzierungslücken in der Start-up-Förderung schliessen und ein Accelerator-Programm etablieren. Zudem soll eine Vertretung der Regierung im Stiftungsrat von Switzerland Innovation Einsitz nehmen. Die vorberatende Kommission beantragt Eintreten auf beide Vorlagen.

Text: pd

Die Regierung will, dass das Potential von Start-ups im Kanton St.Gallen noch besser ausgeschöpft und langfristig die Ressourcenkraft gestärkt wird. Zurzeit bestehen nur unzureichende Möglichkeiten für Start-ups, um sich in der frühen Wachstumsphase Kapital zu beschaffen. Durch den Sonderkredit will die Regierung verhindern, dass Start-ups wegziehen oder nicht im gewünschten Masse wachsen können. Der Kanton St.Gallen soll sich zu einem anerkannten Hub für Start-ups etablieren.

Die zusätzliche Finanzierung stärkt die bestehende Stiftung Startfeld mit 4,6 Millionen Franken. 5,4 Millionen Franken fliessen als Anschubfinanzierung in die Stiftung HSG START Accelerator, die neu errichtet werden soll. Bei einem Accelerator-Programm handelt es sich um ein zeitlich begrenztes Förderprogramm, das die Qualität und Performance von Start-ups in kurzer Zeit erheblich steigert. Es erhöht so ihre Überlebenschancen auf dem Markt.

Kommission erhofft sich bessere Standortattraktivität

Das Förderprogramm in St.Gallen bietet Start-ups ein strukturiertes Angebot mit enger Begleitung und intensiver Unterstützung, zum Beispiel durch die Betreuung von Gründerexperten, den Zugang zu Risikokapital und die Vernetzung mit Branchenexperten. Der HSG Start Accelerator knüpft dabei an bestehende Start-up-Förderprogramme im Kanton an und wäre der schweizweit erste unabhängige Accelerator ohne einschränkenden Branchenfokus. 

Die Kommission hat die Vorlagen unter dem Vorsitz von Mathias Müller, Lichtensteig, beraten. Das Volkswirtschaftsdepartement sowie Vertretungen der Stiftung Startfeld und der Universität St.Gallen haben die Kommission umfassend über das Start-up-Ökosystem im Kanton St.Gallen informiert. Die Kommission begrüsst den Ausbau der Start-up-Förderung und den Aufbau des Accelerator-Programms. Sie erhofft sich dadurch eine Verbesserung der Standortattraktivität des Kantons St.Gallen für junge Unternehmen.

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Und dennoch bestehen gewisse Zweifel

Die Kommission hegt jedoch auch gewisse Zweifel, ob die Abwanderung, gerade im Hinblick auf die Finanzierung nationaler und internationaler Start-ups, wirklich verhindert werden kann. Sie regt an, diesen Aspekt laufend zu evaluieren und die Kooperation mit lokalen und regionalen Akteuren in den Fokus zu rücken.

Als Aktionär des Switzerland Innovation Park Ost steht dem Kanton St.Gallen ein Sitz im Stiftungsrat der Stiftung Switzerland Innovation zu. Die Kommission befürwortet, dass der Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartements diese Aufgabe wahrnimmt.

Der Kantonsrat berät die Vorlagen in der kommenden Sommersession in erster Lesung und voraussichtlich in der Herbstsession 2024 in zweiter Lesung. Die Botschaft und die Entwürfe der Regierung sind auf der Webseite das Kantonsrates (Geschäftssuche) und im Ratsinformationssystem unter der Geschäftsnummer 33.24.05 / 26.24.01 zu finden.

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