St.Gallen

Acrevis ist gut unterwegs

Acrevis ist gut unterwegs
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Das erste Semester 2025 verlief für die Acrevis Bank AG mit Sitz in St.Gallen und sieben Niederlassungen zwischen Bodensee und Zürichsee positiv: Die Kundenausleihungen stiegen um 1.3 Prozent auf 4.2 Milliarden Franken, die Assets under Management ebenfalls um 1.3 Prozent auf 9.9 Milliarden und das Depotvolumen um 2.4 Prozent auf 6.0 Milliarden. Der Kommissionsertrag aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft erhöhte sich deutlich um 8.9 Prozent auf 13.6 Millionen.

Text: PD/stz.

Neben diesem kontinuierlichen Wachstum der Geschäftsvolumen wurden zukunftsgerichtete Weiterentwicklungen erfolgreich vorangetrieben – stets mit dem Ziel, den mehr als 57'000 Kunden Mehrwerte bieten zu können.

Für die ersten sechs Monate des Jahres 2025 weist die Acrevis Bank mit 12.7 Millionen Franken einen im Vergleich zum Vorjahr um 7.8 Prozent tieferen Semestergewinn aus.

Zinsen unter Druck

Ausschlaggebend dafür ist die Zinsentwicklung: Im Vorjahressemester lagen die Leitzinsen der Schweizerischen Nationalbank SNB noch zwischen 1.25 Prozent und 1.75 Prozent. Im Laufe der letzten zwölf Monate hat die SNB die Zinsen mehrfach gesenkt, letztmals im Juni auf 0 Prozent. Entsprechend negativ wirkte sich dies für die Banken aus. Die Acrevis-Zinserträge (minus 10.8 Millionen Franken auf 30.6 Millionen) reduzierten sich rascher als die Zinsaufwände (minus 7.5 Millionen auf 7.9 Millionen). In der Folge schrumpfte der Bruttoerfolg aus dem Zinsengeschäft um 12.6 Prozent bzw. 3.4 Millionen auf 23.6 Millionen Franken.

Im langfristigen Vergleich ist das Semesterergebnis 2025 noch immer erfreulich und liegt deutlich über demjenigen von 2022, als letztmals ein so tiefes Zinsniveau herrschte. Ebenfalls erfreulich gestaltet sich die Entwicklung der Wertberichtigungen. Bei einer unverändert vorsichtigen Risiko- und Bewertungspolitik ergab sich für Acrevis netto keine Notwendigkeit für zusätzliche Wertkorrekturen.

Stephan Weigelt
Stephan Weigelt

Starkes Kommissionsergebnis

Herausragend war in der ersten Jahreshälfte 2025 die anhaltend positive Entwicklung des Kommissions- und Dienstleistungsgeschäfts (plus 5.8 Prozent auf 14.4 Millionen Franken). Der Erfolg aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft stieg aufgrund des höheren Geschäftsvolumens (plus 1.1 Millionen oder 8.9 Prozent).

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft sank aufgrund der sinkenden Zinsdifferenz des Schweizer Frankens zu den Fremdwährungen und der tieferen Kundenaktivitäten um 0.4 Millionen, während sich der übrige ordentliche Erfolg aufgrund des erfolgreichen Geschäftsverlaufs der Tochterfirma Finanz-Logistik AG um 0.2 Millionen erhöhte.

Neff AG  OTS 2025  

Kosten reduziert

Dem um 2.3 Millionen Franken tieferen Bruttoertrag von 42.7 Millionen steht ein um 0.8 Millionen bzw. 2.8 Prozent tieferer Geschäftsaufwand von 26.7 Millionen gegenüber. Während der Sachaufwand stabil gehalten werden konnte, reduzierte sich der Personalaufwand (um 0.8 Millionen auf 13.7 Millionen), dies infolge weniger Mitarbeiter (für Projekte) sowie tieferer Abgrenzungen für Gewinnbeteiligungen.

Michael Steiner
Michael Steiner

Stabile Bilanz

Die Bilanz der Acrevis Bank zeichnet sich weiterhin durch äusserst robuste Kennzahlen aus. «Sowohl die Kapitalquote (18.33 Prozent gegenüber 18.45 Prozent per Ende 2024) als auch der Kundenausleihungsdeckungsgrad (88.9 Prozent gegenüber 90.5 Prozent per Ende 2024) befinden sich auf einem sehr guten Niveau», hält Stephan Weigelt, Präsident des Verwaltungsrates, fest.

Die Bilanzsumme hat sich um 1.1 Prozent auf 5.1 Milliarden Franken erhöht, was primär auf die gewachsenen Ausleihungen und zusätzlich aufgenommene Pfandbriefdarlehen zurückzuführen ist. Die Kredit- und Zinsrisiken sind im Branchenvergleich unverändert tief.

Zukunftsorientierte Projekte

«Für eine nachhaltig erfolgreiche Entwicklung der Acrevis Bank sind nicht nur die Zahlen, sondern auch kundenorientierte Weiterentwicklungen zentral», sagt Michael Steiner, Vorsitzender der Geschäftsleitung: «Dazu gehören Investitionen in die digitalen und physischen Kundenkontaktpunkte sowie in unsere Dienstleistungen und Produkte.» Im ersten Semester 2025 wurden diesbezüglich verschiedene Projekte vorangetrieben.

Unter anderem wurde an der neuen Electronic- und Mobile-Banking-Lösung gearbeitet, welche Acrevis ab Herbst 2025 einführt. Die modernisierte Plattform bringt viele Vorteile, sodass die Kunden ihre Finanzen zu Hause und unterwegs künftig noch intuitiver und effizienter sowie unverändert sicher verwalten können.

Anfang 2025 wurde das neue Kontosortiment mit attraktiven Paketlösungen aus Konto, Debit Mastercard und digitalen Services wie der Spar- und Anlage-App Kaspar&Acrevis eingeführt. Damit konnte das Kontoangebot noch stärker auf die vielfältigen individuellen Bedürfnisse abgestimmt werden.

«Die persönliche Beratung bleibt zentral – wir begleiten unsere Kunden weiterhin umfassend», so Michael Steiner. Etwa in der neu gebauten Niederlassung Lachen, die im Mai 2025 eröffnet wurde. «Acrevis ist und bleibt die Bank fürs Leben und die Bank vor Ort – in einem neuen, einladenden Haus, das im modernen Drei-Zonen-Konzept mehr Platz, Nähe und Möglichkeiten bietet.»

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Positiv in die Zukunft

Die Projekte verbinden die bewährten Acrevis-Werte regional, kompetent, unabhängig und leidenschaftlich mit innovativen Lösungen. Michael Steiner: «Getragen durch das positive erste Halbjahr 2025, die zukunftsorientierten Projekte und das Bewusstsein, dass Vertrauen und Verantwortung die Grundlage langfristigen Erfolgs bilden, blickt die Acrevis Bank trotz aller Herausforderungen positiv in die Zukunft.»

Semesterbericht 2025 online: www.acrevis.ch/publikationen

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