«ZoneIn» will Zugang zu psychologischer Unterstützung erleichtern
Text: stz.
Der Nationale Gesundheitsbericht 2025 widmet sich der psychischen Gesundheit in der Schweiz umfassend und zeigt, wie stark das Thema mit gesellschaftlichen, sozialen und umweltbezogenen Faktoren zusammenhängt. Auch die CSS-Gesundheitsstudie 2025 hält fest, dass der Abwärtstrend im Gesundheitsempfinden bei jungen Erwachsenen besonders ausgeprägt ist.
Gerade junge Erwachsene stehen zunehmend unter Druck, gleichzeitig sind passende Unterstützungsangebote oft schwer zu finden.
Genau hier setzt ZoneIn an. Das Start-up mit Sitz an der Lerchenfeldstrasse 3 in St.Gallen entwickelt eine Plattform, die den Zugang zu psychologischer Unterstützung einfacher, effizienter und transparenter machen soll. Geplant sind ein spezialisierter Matching-Service sowie ein sicherer digitaler Collaboration-Hub für Psychologen, Psychotherapeuten und Psychiater.
«Wir sehen im Schweizer Mental-Health-System grosses Verbesserungspotenzial, von langen Psychotherapie-Wartezeiten und komplexen Versicherungsprozessen bis hin zur interdisziplinären Zusammenarbeit und der noch immer bestehenden gesellschaftlichen Stigmatisierung psychischer Belastungen», sagt Carmel Imhof von ZoneIn.
Verbindung zwischen Klienten und Fachpersonen verbessern
ZoneIn will die Verbindung zwischen Klienten und psychologischen Fachpersonen gezielter gestalten. Statt dass Betroffene mühsam nach passenden Anlaufstellen suchen müssen, soll die Plattform dabei helfen, Bedürfnisse, Verfügbarkeiten und fachliche Spezialisierungen besser zusammenzubringen. Gleichzeitig soll der Collaboration-Hub Fachpersonen ermöglichen, sicherer und strukturierter zusammenzuarbeiten.
Das Unternehmen bewegt sich damit an der Schnittstelle von Digital Health, psychologischer Versorgung und moderner Plattformökonomie.
Für ZoneIn geht es nicht darum, persönliche psychologische Betreuung zu ersetzen. Vielmehr soll Technologie dort unterstützen, wo heute Reibungsverluste entstehen: bei der Suche nach passenden Fachpersonen, beim Informationsfluss, bei administrativen Prozessen und bei der Zusammenarbeit verschiedener Beteiligter.
«Als junges Unternehmen aus der Ostschweiz möchten wir dazu beitragen, moderne digitale Lösungen im Mental-Health-Bereich mitzugestalten», sagt Imhof. Besonders relevant sei dies, weil psychische Gesundheit gesellschaftlich zunehmend an Bedeutung gewinne, insbesondere bei jungen Erwachsenen.
Der Standort im Switzerland Innovation Park Ost zeigt zudem die Nähe des Projekts zum regionalen Innovationsökosystem. Mit ZoneIn entsteht in der Ostschweiz damit ein digitales Mental-Health-Projekt, das ein aktuelles gesellschaftliches Bedürfnis aufgreift: Menschen sollen schneller, gezielter und mit weniger Hürden jene Unterstützung finden, die zu ihrer Situation passt. Für das Schweizer Gesundheitswesen könnte genau diese Verbindung von Fachlichkeit, Technologie und Nutzerorientierung künftig an Bedeutung gewinnen.