Venture Kick unterstützt SCALE Lasers mit 150'000 Franken
Text: pd/pas
SCALE Lasers ist ein Spin-off der ETH Zurich und hat sich auf die Miniaturisierung laserbasierter Sensortechnologie spezialisiert. Ziel ist es, den Einsatz von Mid-Infrared-Lasern aus spezialisierten Nischenanwendungen herauszulösen und breiter zugänglich zu machen.
Engpass bei der Mid-Infrared-Sensorik
Laserbasierte Sensorik im mittleren Infrarot gilt als Goldstandard für die Gasanalyse. Der praktische Einsatz ist jedoch stark limitiert, da bestehende Laserquellen gross, energieintensiv und teuer sind. Diese Faktoren verhindern den skalierbaren Einsatz tragbarer Multi-Gas-Analysatoren und beschränken die Technologie auf wenige Anwendungsfelder.
Miniaturisierte Laser aus Standard-Halbleiterprozessen
SCALE Lasers setzt auf oberflächenemittierende Laserkomponenten, die mit etablierten Halbleiterfertigungsprozessen hergestellt werden. Dadurch lassen sich Baugrösse und Kosten deutlich reduzieren. Gleichzeitig ermöglicht der Ansatz automatisierte Tests auf Wafer-Ebene. Die Plattform unterstützt den Betrieb bei mehreren Wellenlängen, was die Integration in kompakte Mehrstoff-Sensoren erleichtert.
Marktstart und Skalierung im Fokus
Das Unternehmen adressiert zunächst einen Markt von rund 100 Millionen US-Dollar im Bereich der industriellen und umweltbezogenen Gasüberwachung. Langfristig sollen die deutlich kleineren und günstigeren Laser auch Anwendungen in der Unterhaltungselektronik sowie in der nicht-invasiven medizinischen Diagnostik ermöglichen.
Vorbereitung auf nächste Finanzierungsrunde
Die Mittel von Venture Kick fliessen in den Markteintritt und sollen den Übergang vom Prototypen zur Produktion beschleunigen. Ziel ist es, laufende Pilotprojekte in Kundenbeziehungen zu überführen und die Basis für eine kommende Finanzierungsrunde zu schaffen.
Geführt wird SCALE Lasers von CEO David Stark und CTO Killian Keller, die Expertise in unternehmerischer Führung, Halbleiterlaser-Physik und photonisch integrierten Schaltungen vereinen.
«Venture Kick hat uns von Anfang an dazu gebracht, über die reine Physik hinauszudenken und das kommerzielle Potenzial unserer Technologie zu validieren. Dieser Perspektivenwechsel war entscheidend für unsere heutige Marktnähe», sagt CEO David Stark.