Unterstützung im Arbeitsalltag ist in Teams oft nicht neutral verteilt. Zu diesem Schluss kommt die Studie «More Motivated to Help Male Leaders? Explaining Fatherhood Bonuses via Follower Helping», die unter der Leitung von Jamie Gloor, Professorin für Leadership und Diversity Science an der Universität St.Gallen, durchgeführt wurde. Die Forscher untersuchten Alltagsdynamiken in Arbeitsteams und analysierten, wie Mitarbeitende auf familiäre Verpflichtungen ihrer Vorgesetzten reagieren.
Die Ergebnisse zeigen, dass Angestellte grundsätzlich eher bereit sind, Führungskräften zu helfen, wenn sie wahrnehmen, dass diese unter einem Konflikt zwischen Arbeit und Familie leiden. Allerdings ist diese Hilfsbereitschaft gegenüber männlichen Führungskräften deutlich stärker ausgeprägt als gegenüber weiblichen – selbst wenn Position, familiäre Verpflichtungen und Arbeitsbelastung vergleichbar sind.