Thurgauer Immobilienpreise steigen weiter deutlich
Text: pd/stz.
Innerhalb der vergangenen zwölf Monate sind die Preise für Wohneigentum im Thurgau um 4,5 Prozent gestiegen und damit stärker als im schweizweiten Durchschnitt von 3,6 Prozent. Wohneigentum bleibt gefragt, nicht zuletzt als Ausdruck von Sicherheit, Stabilität und Unabhängigkeit in einem zunehmend volatilen Umfeld.
Besonders dynamisch entwickelt sich die Region Weinfelden. Mit einem Preiswachstum von rund 5 Prozent zählt der Bezirk zu den Spitzenreitern in der Schweiz. Auch die Region Kreuzlingen weist eine hohe Dynamik auf. Die Entwicklung ist unter anderem auf einen Nachholeffekt zurückzuführen, da die Preise in diesen Regionen in der Vergangenheit vergleichsweise moderat gestiegen sind.
Trotz der jüngsten Preissteigerungen bleibt das Preisniveau im Thurgau im nationalen Vergleich attraktiv. Für ein freistehendes Einfamilienhaus mit rund 180 Quadratmetern Wohnfläche sind derzeit durchschnittlich etwa 1,45 Millionen Franken zu bezahlen. In gefragten Lagen wie Kreuzlingen oder in den Seegemeinden steigen die Preise jedoch häufig auf rund zwei Millionen Franken.
Der Vergleich mit anderen Regionen unterstreicht die Attraktivität des Kantons: Ein vergleichbares Objekt kostet in Winterthur rund 2,5 Millionen Franken und in Zürich etwa 4,5 Millionen Franken.
Auch bei Eigentumswohnungen zeigt sich ein klarer Aufwärtstrend. In den vergangenen sechs Monaten sind die Preise im Thurgau um 1,6 Prozent gestiegen. Eine rund fünfjährige Wohnung mit 115 Quadratmetern Wohnfläche wird aktuell im Durchschnitt zu etwa 850’000 Franken gehandelt. In Frauenfeld und in vielen Gemeinden entlang des Bodensees überschreiten vergleichbare Objekte bereits die Millionengrenze.
Der von der Thurgauer Kantonalbank in Zusammenarbeit mit dem Immobiliendienstleister IAZI erstellte Eigenheim-Index basiert auf tatsächlich erfolgten Transaktionen und liefert damit ein unverfälschtes Bild des regionalen Immobilienmarkts.
Trotz geopolitischer Unsicherheiten und gedämpfter Konjunkturaussichten bleibt der Trend intakt: Der langjährige Preisanstieg setzt sich fort und unterstreicht die anhaltende Attraktivität des Thurgauer Wohnraums.