Ostschweiz

Ostwind fährt mit Firmenabos auf Rekordkurs

Ostwind fährt mit Firmenabos auf Rekordkurs
Der Tarifverbund Ostwind vereint 29 Transportunternehmen
Lesezeit: 2 Minuten

Der Tarifverbund Ostwind hat 2025 einen neuen Umsatzrekord erzielt. Mit 261 Millionen Franken aus dem Verkauf von Fahrausweisen wurde der bisherige Höchstwert aus dem Vorjahr nochmals übertroffen. Besonders stark wuchs die Nachfrage nach Firmenabonnements.

Text: stz.

Der Tarifverbund Ostwind hat im Geschäftsjahr 2025 einen neuen Rekordwert erreicht: Der Umsatz aus dem Verkauf von Fahrausweisen stieg auf 261 Millionen Franken. Damit übertraf Ostwind den bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2024, der bei 250,1 Millionen Franken gelegen hatte. Bekanntgegeben wurden die Zahlen an der ordentlichen Generalversammlung am 13. Mai 2026 in der Serviceanlage der Thurbo AG in Weinfelden.

Auch die weiteren Kennzahlen zeigen die Bedeutung des Verbunds für die Mobilität in der Ostschweiz und den angrenzenden Regionen. Im gesamten Verbundgebiet wurden rund zwei Milliarden Personenkilometer zurückgelegt. Im Einzelreiseverkehr verkaufte Ostwind über 19 Millionen Billette, dazu kamen 387’098 Abonnements. Einwohner im Einzugsgebiet nutzten den öffentlichen Verkehr im Schnitt für 1776 Kilometer pro Kopf und kauften durchschnittlich 17 Einzelbillette.

Als wichtigsten Wachstumstreiber nennt der Tarifverbund die steigende Nachfrage nach Firmenabonnements. Immer mehr Unternehmen setzen auf massgeschneiderte Mobilitätslösungen, um ihre Mitarbeiter gezielt zum Umstieg auf Bahn und Bus zu bewegen. 2025 konnten sechs weitere Grossunternehmen als neue Vertragspartner gewonnen werden, darunter SFS, Leica Geosystems und VAT.

Michel Pfirter
Michel Pfirter

Ostwind-Geschäftsführer Michel Pfirter sieht darin eine Entwicklung mit langfristiger Bedeutung: Die betriebliche Firmenmobilität werde zunehmend zu einer zentralen Stütze für den öffentlichen Verkehr in der Region. Gerade für Unternehmen gewinne ein attraktives Mobilitätsangebot an Bedeutung, sei es mit Blick auf Nachhaltigkeit, Erreichbarkeit oder die Positionierung als moderner Arbeitgeber.

Trotz des neuen Höchstwerts rechnet Ostwind nicht mehr mit gleich hohen Wachstumsraten wie in den unmittelbaren Jahren nach der Pandemie. Verwaltungsratspräsident Thomas Baumgartner hält fest, dass die starken Nachholeffekte nach Corona weitgehend abgeschlossen seien. Um das erreichte Umsatzniveau langfristig zu sichern und weiter auszubauen, richtet der Tarifverbund seinen strategischen Fokus nun stärker darauf, neue Kundengruppen zu erschliessen.

Der Tarifverbund Ostwind umfasst ein Streckennetz von rund 4000 Kilometern und vereint 29 Transportunternehmen, darunter die SBB, Postauto und die Appenzeller Bahnen. Das Verbundgebiet erstreckt sich über die Kantone St.Gallen, Thurgau, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Glarus, Schwyz und Schaffhausen sowie das Fürstentum Liechtenstein.

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