Oldtimersteuern halbieren
05.11.2018

Oldtimersteuern halbieren

Mit einer Petition fordert die ACS Sektion Thurgau eine deutliche Senkung der Steuern für Veteranenfahrzeuge. Damit soll eine ungerechte Behandlung von Oldtimerfahrzeugen beseitigt werden.

Die Kantone Zürich und Basel Stadt hätten es vorgemacht, jetzt soll auch im Thurgau eine gerechtere Besteuerung für Veteranenfahrzeuge kommen. So lautete der Tenor am jüngsten Podiumsanlass von ACS Classics, der Oldtimergruppe des ACS Thurgau. Offiziell lanciert wurde eine Petition, die sich für eine deutliche Senkung, mindestens aber eine Halbierung der Strassenverkehrssteuern einsetzt.

Es sei fragwürdig, wenn Veteranenfahrzeuge bei einer jährlichen Kilometerbeschränkung von 3000 Kilometern dieselben Steuern entrichten müssten wie alle anderen Fahrzeuge, begründete Felix Müller als Präsident des ACS Thurgau das Begehren. Der Verband will in den kommenden sechs Monaten Unterschriften sammeln und die Petition im kommenden Mai im Rahmen der Generalversammlung an die Thurgauer Regierung übergeben.

Im Original sicher genug
Oldtimer-Sicherheit war das Schwerpunktthema der Abendveranstaltung. Die ACS-Oldtimergruppe durfte sich wiederum über ein grosses Interesse von rund 50 Teilnehmern freuen. Wenn ein Fahrzeug dem ursprünglichen Zustand entspreche, sei es grundsätzlich genügend sicher, betonte der Automobilingenieur Felix Aschwanden (rechts) aus technischer Sicht. Er äusserte sich kritisch gegenüber Verbesserungen, zum Beispiel im Bereich der Bremsen oder auch der Lenkhilfen. Schliesslich sei ein Fahrzeug nur einmal original.

Auch Ersatzteile versichern
Nicht nur Veteranenfahrzeuge, sondern auch Liebhaberfahrzeuge ab einem Alter von 15 Jahren könnten umfassend versichert werden, erläuterte Oliver Gregus (links), Mitglied der Geschäftsleitung der Allianz Suisse auf der Generalagentur Erich Marte, Frauenfeld. Gregus ist hier Ansprechpartner für Oldtimer-, Liebhaber- und Wasserfahrzeuge. Versichert seien zum Beispiel Transportschäden oder gelagerte Ersatzteile. Ebenso sei eine Rennstreckendeckung sei verfügbar, sagte der Versicherungsspezialist und löste eine angeregte Fragerunde aus.

Ein gutes Team bilden
Worauf es ankommt, wenn man im Oldtimer Rallyes bestreitet, schilderte Olga Imhof (2. v.l.). Sie ist zusammen mit ihrem Mann Theodor (2. v.r.), einem ausgewiesenen Sammler und Kenner von Porsche Classic Cars, an Wettbewerben in ganz Europa unterwegs. Die wichtigste Person im Cockpit sei der Co-Pilot, der Fahrer müsse nur fahren, sagte die quirlige Referentin. Sicherheit stehe an erster Stelle, denn es gehe ja eigentlich um nichts als um den Spass an der Rallye. Darum sei es wichtig, ein gutes Team zu bilden, wenn man sich mit einem Oldtimer im normalen Strassenverkehr bewege.