Ostschweiz

Neues Bündner Hochschulzentrum wird deutlich teurer

Neues Bündner Hochschulzentrum wird deutlich teurer
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Der Kanton Graubünden will für das neue Hauptgebäude der Fachhochschule Graubünden deutlich mehr investieren als bisher geplant.

Am Mittwoch präsentierte die Regierung ein ausgearbeitetes Projekt mit Gesamtkosten von 178 Millionen Franken. Mit diesem Projektvolumen handelt es sich um das mit Abstand grösste Hochbau-Vorhaben des Kantons aller Zeiten.

Bund soll sich mit 27 Millionen beteiligen

Laut Regierungsrat Mario Cavigelli (Die Mitte) rechne der Kanton mit einer Beteiligung des Bundes von etwa 27 Millionen Franken, heisst es in einer Medienmitteilung. Damit verbleiben für den Kanton Kosten in der Höhe von rund 150 Millionen Franken.

Bereits im Herbst 2018 hat das Parlament bereits grünes Licht für den Bau eines Hochschulzentrums in Chur gegeben. Der Grosse Rat bewilligte zudem die Bildung einer Reserve von 90 Millionen Franken. Damals wurde mit Gesamtausgaben von 125 bis 130 Millionen Franken gerechnet.

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Teuerung als Haupttreiber für höhere Kosten

Gemäss Cavigelli sei die erhebliche Teuerung Hauptreiber für die nun höheren Kosten. In nur vier Jahren habe diese mit 21 Millionen Franken zu Buche geschlagen. Im Weiteren sei nun eine grössere Geschossfläche geplant (13 Millionen) und die IT-Infrastruktur (3,5 Millionen) den veränderten Bedürfnissen angepasst worden, welche ein umfassendes «Hybrid-Schooling» erlauben soll, also eine Kombination aus Präsenzunterricht und Home-Schooling.

Voraussichtlich im Oktober wird sich das Parlament nun ein zweites Mal mit dem neuen Hochschulzentrum beschäftigen und voraussichtlich im Oktober über das Detailprojekt befinden. Das letzte Wort werden die Bündner Stimmberechtigen haben, da das Bauvorhaben dem obligatorischen Finanzreferendum unterliegt. Sollten sie zustimmen, könnten im Herbst 2024 die Bagger auffahren und das Gebäude bis Ende 2027 fertiggestellt werden.

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