Medbase und Unilabs bauen Diagnostik-Angebot aus
Text: pd/stz.
Entwickelt werden dafür neue Diagnostik-Dienstleistungen für Arztpraxen, Apotheken sowie Telemedizin-Anbieter, für eine evidenzbasierte, bedarfsgerechte und effiziente Patientenbetreuung. Die neuen Dienstleistungen sichern den steigenden Bedarf an Diagnostik und Therapien trotz Fachkräftemangel und demografischem Wandel langfristig ab. Gleichzeitig dämpfen sie die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen durch frühzeitige, integrierte Diagnostik, insbesondere bei chronischen Erkrankungen.
Rund 70 Prozent aller Therapieentscheidungen beruhen unter anderem auf labormedizinischen Ergebnissen¹. Deshalb ist eine zuverlässige und stark verankerte Diagnostik auch in der ambulanten Versorgung entscheidend für eine hochwertige und angemessene Behandlung von Patienten. Mit dem Ausbau der Dienstleistungen des gemeinsamen Unternehmens wird sichergestellt, dass die relevanten Informationen schneller, präziser und digital verfügbar sind, gestützt auf die diagnostische Exzellenz und Laborinfrastruktur eines Unilabs-Unternehmens und das Netzwerk von Arztpraxen und Apotheken der Medbase-Gruppe.
Für Arztpraxen und Apotheken in der Schweiz entsteht dadurch ein neues Angebot, das verschiedene Aspekte des täglichen Bedarfs an Diagnostikleistungen abdeckt. Dazu gehören einfacher Zugang zu diagnostischer Expertise, Laborleistungen, IT-Prozessunterstützung, Kundendienst und Auftragslogistik. Das Unternehmen nutzt bei der Entwicklung der Dienstleistungen zudem die Kompetenzen der Medbase-Unternehmen BlueCare und Zur Rose, wodurch ein leistungsstarkes Angebot mit Vorteilen für Arztpraxen, Patienten sowie die integrierte Versorgung entsteht.
Zentrale Rolle der Diagnostik bei chronischen Krankheiten
Bei chronischen Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind regelmässige Laboranalysen gemäss medizinischen Richtlinien entscheidend für eine erfolgreiche Therapie. Sie helfen, Folgeerkrankungen und Gesundheitskosten zu vermeiden. Im Jahr 2022 verursachten nicht übertragbare Krankheiten (NCD) 72 Prozent der gesamten Gesundheitskosten². Das Unternehmen erarbeitet daher neue Tools für eine engere Überwachung und frühzeitige Behandlungsanpassung. So profitieren Patienten von einer kontinuierlichen, evidenzbasierten Betreuung und einer besseren Lebensqualität.
Mit dem Ausbau des Angebots werden neu auch Labor-Einheiten in Medbase-Apotheken geprüft, in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden, und die Apotheken damit als «Points of Care» weiter gestärkt. Patienten sollen besseren Zugang zu Schnelltests, Basisanalysen und Vorsorgeuntersuchungen erhalten, die direkt vor Ort mit pharmazeutischer Begleitung durchgeführt werden. Bei Bedarf werden Proben effizient in den zentralen Laborstrukturen verarbeitet. Die medizinische Anbindung soll dabei eng über medizinische und telemedizinische Leistungserbringer unterstützt werden.
Diese Dienstleistungen stellen sicher, dass Diagnosen und Therapien trotz steigender Nachfrage, zunehmendem Druck auf das Gesundheitssystem und bestehendem Fachkräftemangel langfristig verfügbar bleiben. Gleichzeitig tragen sie dazu bei, die Gesundheitskosten durch frühzeitige, integrierte Diagnostik, insbesondere bei chronischen Erkrankungen, zu senken und damit dem heutigen Trend entgegenzuwirken.
Die Medbase-Gruppe mit Hauptsitz in Winterthur betreibt rund 190 medizinische Zentren, psychotherapeutische Praxen, Apotheken und Zahnarztzentren in der Schweiz. Über 4400 Gesundheitsfachpersonen verschiedener Disziplinen arbeiten koordiniert und interprofessionell zusammen. Sie betreuen Patienten ganzheitlich, von der Prävention über die Akutmedizin bis zur Rehabilitation. Mit Logistik-Dienstleistungen und digitalen Lösungen unterstützt Medbase Arztpraxen und weitere Akteure entlang der medizinischen Behandlungskette, sodass sie sich auf ihre Patienten und Kunden konzentrieren können. Durch die Vernetzung von physischen und digitalen Anlaufstellen innerhalb der Medbase-Gruppe sowie mit Partnern im Gesundheitsökosystem entwickelt sich Medbase zur ersten Anlaufstelle im Schweizer Gesundheitswesen.