Alpsteinmühle startet mit regionalem Berggetreide
Text: pd/stz.
In einer rund 100 Jahre alten Bürgerscheune am Rand von Nesslau hat die neu gegründete Genossenschaft Alpsteinmühle eine moderne Kornmühle eingerichtet. Die Gemeinde Nesslau stellte das Gebäude im Baurecht zur Verfügung.
Nach über einem Jahr Bauzeit nahmen die Maschinen Mitte November den Betrieb auf. Mitte Januar konnte erstmals Alpsteiner Ruchmehl an die Migros Ostschweiz geliefert werden.
Getragen wird die Mühle von Produzenten aus dem Toggenburg und dem Appenzellerland, die im Verein Alpsteinkorn seit einigen Jahren wieder Berggetreide anbauen. Ziel der Genossenschaft ist es, das Getreide der lokalen Bauern direkt vor Ort zu vermahlen und so die Wertschöpfung im Berggebiet zu halten.
Die Gesamtkosten für den Bau der Mühle belaufen sich auf rund 1,3 Millionen Franken.
Die Alpsteinmühle ist als sogenannte Kundenmühle konzipiert. Das Getreide jedes einzelnen Betriebs wird separat verarbeitet, auch in kleinen Mengen. Zum Einsatz kommen revidierte Walzstühle und weitere Mahlmaschinen aus Österreich.
Perspektivisch sollen neben Weizen und Roggen auch Dinkel und Gerste vermahlen werden. Zudem unterstützt die Genossenschaft die Produzenten bei der Vermarktung des Bergmehls. Gespräche mit regionalen Bäckereien laufen bereits.
Die Schweizer Berghilfe unterstützte das Projekt mit 50 000 Franken. Seit über 80 Jahren fördert sie zukunftsgerichtete Investitionen im Berggebiet und trägt so zur Stärkung der regionalen Wirtschaft bei. Die Stiftung ist ausschliesslich durch Spenden finanziert und trägt das Zewo-Gütesiegel.