LLB investiert in nächste Wachstumsphase
Text: pd/stz.
Die LLB setzt für ihre nächste Strategieperiode auf Wachstum aus eigener Kraft. Mit «elevate» will die Bankengruppe bestehende Geschäftsfelder weiterentwickeln, Kundenbeziehungen vertiefen und ihre Position in etablierten Märkten stärken. Die neue Strategie knüpft an ACT-26 an und verbindet den Ausbau des Geschäfts mit Investitionen in Beratung, Digitalisierung und Sicherheit.
«Sie ist eine Wachstums- und Investitionsstrategie», sagt Group CEO Christoph Reich über die neue Ausrichtung. Die LLB baue auf ihren bestehenden Stärken auf und richte den Blick auf veränderte Kundenbedürfnisse, die Entwicklung ihrer Märkte und neue technologische Möglichkeiten.
Ein Schwerpunkt liegt im Private Banking. Die LLB will ihre Standorte in der Schweiz und Deutschland gezielt ausbauen und sich in ihren Heimmärkten Liechtenstein, Schweiz, Österreich und Deutschland deutlicher als Anlagebank positionieren. Ergänzend bearbeitet sie weiterhin ausgewählte internationale Märkte.
Für Unternehmer soll die Betreuung stärker über einzelne Finanzierungsfragen hinausgehen. Im Firmenkundengeschäft will die LLB ihre Dienstleistungen ausbauen und geschäftliche sowie private Finanzbedürfnisse ganzheitlich begleiten. Gleichzeitig soll die breitere Angebotspalette die Ertragsstruktur diversifizieren.
Auch das Geschäft mit externen Vermögensverwaltern, Treuhändern, Family Offices und institutionellen Investoren bleibt ein wichtiger Pfeiler. Die Bank will diese Beziehungen enger mit ihren Kompetenzen im Fondsgeschäft und im Asset Management verbinden. Neben Private Banking, Firmenkunden und B2B bleibt das Direktkundengeschäft das vierte zentrale Geschäftsfeld. Die Investment-App willbe soll weiterhin als Innovationsplattform der Gruppe dienen und Impulse für den digitalen Vertrieb liefern.
Hinter der Neuausrichtung stehen tiefgreifende Veränderungen im Bankgeschäft
Kunden erwarten digitale Angebote und zugleich persönliche Beratung. Der Generationenwechsel und die damit verbundenen Vermögensübertragungen schaffen neue Beratungsbedürfnisse. Hinzu kommen künstliche Intelligenz, steigende regulatorische Anforderungen sowie höhere Ansprüche an Datenschutz und Cybersicherheit.
Die LLB will deshalb Abläufe vereinfachen und administrative Aufgaben reduzieren. Mit der Vertriebsinitiative «V30» verbindet sie persönliche Beratung mit moderner Technologie und einer gezielteren Vertriebssteuerung. Investitionen in Systeme, künstliche Intelligenz und durchgängige digitale Prozesse sollen Produktivität und Qualität verbessern. Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter bleibt dabei ein eigener Schwerpunkt.
Unter dem strategischen Kernelement Resilienz bündelt die Gruppe ihre Ziele für Stabilität und Handlungsfähigkeit. Dazu zählen eine solide Kapitalisierung, wirksames Risikomanagement und der Schutz kritischer Systeme und Daten. Auch an ihrer Ambition, die Treibhausgasemissionen bis 2040 auf netto null zu reduzieren, hält die LLB fest.
Für die neue Strategieperiode setzt sich die Bank drei finanzielle Ziele: einen jährlichen Netto-Neugeldzufluss von 3 Prozent, ein Kosten-Ertrags-Verhältnis von 65 Prozent im Jahr 2031 und eine harte Kernkapitalquote, die sogenannte CET1-Ratio, von mindestens 18 Prozent. Die Dividendenpolitik bleibt bestehen: Rund die Hälfte des Konzerngewinns soll an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Seit 2022 ist die Dividende je LLB-Aktie nach Angaben der Bank um mehr als 20 Prozent gestiegen.
Als Ausgangspunkt für «elevate» verweist die LLB auf ihre bisherige Entwicklung. Das Geschäftsvolumen hat sich seit 2016 auf 132 Milliarden Franken mehr als verdoppelt. Das durchschnittliche Konzernergebnis liegt nach Unternehmensangaben rund 50 Prozent über jenem der vorangegangenen Strategieperiode. Im ersten Halbjahr 2026 betrug das Kosten-Ertrags-Verhältnis 59,5 Prozent, die Kernkapitalquote Tier 1 lag bei 18,5 Prozent.
«Die LLB ist heute wachstumsstärker, profitabler, effizienter und innovativer als 2021», hält Verwaltungsratspräsident Georg Wohlwend fest. Mit ACT-26 habe die Gruppe ein starkes Fundament geschaffen, auf dem sie nun weiterbauen wolle.
An der Struktur mit zwei Marktdivisionen hält die Bank fest. Michael Hartmann leitet die Division Privat- und Firmenkunden, Natalie Flatz das International Wealth Management. Flatz übernimmt zusätzlich die Funktion der stellvertretenden Group CEO. Der Division Group CDO steht Patrick Fürer vor, Group CFO ist Markus Schifferle. Die Gesamtleitung liegt weiterhin bei Christoph Reich.
Die Liechtensteinische Landesbank ist das traditionsreichste Finanzinstitut des Fürstentums. Mehrheitsaktionär ist das Land Liechtenstein; die Aktien sind an der SIX kotiert. Die Gruppe beschäftigt rund 1500 Mitarbeiter und verfügt über Buchungsstandorte in Liechtenstein, der Schweiz und Österreich.