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LLB-Gruppe knackt 130-Milliarden-Marke

LLB-Gruppe knackt 130-Milliarden-Marke
Der LLB-Hauptsitz in Vaduz
Lesezeit: 3 Minuten

Die LLB steigert ihr Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2026 um 15,3 Prozent auf 105,0 Millionen Franken. Gleichzeitig erreicht die Vaduzer Bankengruppe beim Geschäftsvolumen und bei den Kundenvermögen neue Höchststände. Trotz des anspruchsvollen Marktumfelds sinkt der Geschäftsaufwand deutlich.

Text: pd/stz.

Das Geschäftsvolumen der LLB-Gruppe erhöhte sich gegenüber Ende 2025 um 5,0 Prozent auf 132,1 Milliarden Franken. Damit überschritt es erstmals die Marke von 130 Milliarden . Auch die Kundenvermögen erreichten mit 115,0 Milliarden einen neuen Rekordwert. Ende 2025 hatten sie noch bei 108,9 Milliarden gelegen.

Zum Wachstum trugen sowohl die positive Entwicklung an den Finanzmärkten als auch neue Kundengelder bei. Die Netto-Neugeld-Zuflüsse beliefen sich im ersten Semester auf 2,2 Milliarden Franken. Im Vorjahreszeitraum waren es 1,4 Milliarden gewesen. Die annualisierte Wachstumsrate lag bei 4,1 Prozent.

Die Zuflüsse verteilten sich laut LLB über beide Marktdivisionen, Privat- und Firmenkunden sowie International Wealth Management, und über die drei Buchungszentren Liechtenstein, Schweiz und Österreich.

Kreditgeschäft kehrt zum Wachstum zurück

Nach der gezielten Rentabilisierung des Kreditbuchs im Vorjahr verzeichnete die LLB-Gruppe auch bei den Kundenausleihungen wieder Wachstum. Die Net New Loans erreichten 211 Millionen Franken, nachdem im ersten Halbjahr 2025 noch ein Rückgang um 239 Millionen resultiert hatte. Die Kundenausleihungen stiegen gegenüber Ende 2025 um 1,0 Prozent auf 17,2 Milliarden.

«Das Marktumfeld ist auch im ersten Halbjahr 2026 anspruchsvoll geblieben. Dass wir das Ergebnis trotzdem steigern und gleichzeitig effizienter werden konnten, zeigt, dass unser Geschäftsmodell trägt und wir strategisch richtig aufgestellt sind», sagt Verwaltungsratspräsident Georg Wohlwend.

Kommissionsgeschäft gleicht Zinsdruck aus

Der Geschäftsertrag nahm um 0,9 Prozent auf 315,5 Millionen Franken zu. Wesentlich dazu beigetragen hat das Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft, das dank höherer Volumina um 5,9 Prozent wuchs. Die im Frühjahr zeitweise erhöhte Handelsaktivität infolge geopolitischer Spannungen wirkte sich ebenfalls positiv aus.

Belastet wurde das Ergebnis hingegen durch das anhaltend tiefe Zinsniveau im Schweizer Franken. Der dadurch verursachte Rückgang im Zinsgeschäft konnte durch die breit abgestützte Ertragsbasis mehr als ausgeglichen werden.

Der übrige Erfolg lag rund 9,4 Millionen Franken über dem Vorjahreswert. Verantwortlich dafür waren hauptsächlich Erträge aus einer Vermittlungsvereinbarung im Zusammenhang mit dem strategischen Rückzug aus dem Nahostgeschäft. Für die Risikovorsorge bildete die Bankengruppe Rückstellungen von 4,7 Millionen.

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Kosten gesenkt

Deutlich zurück ging der Geschäftsaufwand. Dieser sank um 6,8 Prozent von 204,6 auf 190,6 Millionen Franken. Im Vorjahr hatten einmalige Integrationskosten im Zusammenhang mit der Übernahme der ZKB Österreich das Ergebnis belastet. Zudem lag der Personalaufwand nach der Realisierung von Synergien unter dem Vorjahresniveau.

Die Kombination aus höheren Erträgen und tieferen Kosten verbesserte die Effizienz spürbar. Die Cost-Income-Ratio sank von 65,7 auf 59,5 Prozent und liegt damit innerhalb der strategischen Zielvorgabe. Die Tier-1-Ratio erreichte 18,5 Prozent. Der Gewinn pro Aktie erhöhte sich um 15,3 Prozent auf 3,45 Franken, die Eigenkapitalrendite stieg von 8,1 auf 8,8 Prozent.

ACT-26 erreicht die Schlussphase

Nach viereinhalb Jahren befindet sich die Strategie ACT-26 in der finalen Phase. Nach Angaben der LLB-Gruppe wurden sämtliche gesetzten Ziele erreicht.

«Die LLB-Gruppe hat ein solides Wachstum realisiert und sich zugleich umfassend weiterentwickelt. Wir agieren heute effizienter, innovativer und nachhaltiger als noch vor fünf Jahren», sagt Group CEO Christoph Reich. ACT-26 habe eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung der Bankengruppe geschaffen.

Die Nachfolgestrategie soll am 22. September 2026 vorgestellt werden. Für das Gesamtjahr hält die LLB-Gruppe trotz der anhaltenden geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten an ihrer Prognose fest und erwartet ein solides Ergebnis.

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