Geberit wächst trotz Währungs- und Kostendruck
Text: pd/stz.
Geberit ist trotz eines weiterhin anspruchsvollen Marktumfelds erfolgreich ins Geschäftsjahr 2026 gestartet. In den ersten sechs Monaten erhöhte der Sanitärtechnikkonzern seinen Nettoumsatz gegenüber der Vorjahresperiode um 2,8 Prozent auf 1,711 Milliarden Franken. Bereinigt um Währungseffekte resultierte ein deutlich stärkeres Plus von 5,9 Prozent.
Das Wachstum wurde insbesondere durch höhere Absatzmengen getragen. Gleichzeitig hatte Geberit mit deutlich gestiegenen direkten Materialkosten und erheblichen negativen Währungseffekten zu kämpfen. Allein die Wechselkursentwicklung belastete den Umsatz im ersten Halbjahr mit rund 53 Millionen Franken.
EBITDA steigt auf 529 Millionen
Trotz dieses Gegenwinds konnte Geberit die Profitabilität auf hohem Niveau halten. Das EBITDA erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,0 Prozent auf 529 Millionen Franken. Die EBITDA-Marge erreichte 30,9 Prozent und lag damit praktisch auf dem Niveau der Vorjahresperiode.
Unter dem Strich erzielte Geberit einen Reingewinn von 364 Millionen Franken. Auch der Gewinn je Aktie entwickelte sich erfreulich: Er stieg um 7,9 Prozent auf 11,09 Franken.
Damit schnitt der Konzern teilweise besser ab als von Analysten erwartet. Der Marktkonsens hatte mit einem Umsatz von rund 1,685 Milliarden Franken, einem EBITDA von 521 Millionen Franken und einem Reingewinn von 350 Millionen Franken gerechnet.
Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft im zweiten Quartal. Geberit spricht selbst von einem «sehr starken» Quartal. Damit beschleunigte sich das Wachstum gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres.
Zuversicht für das Gesamtjahr
Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 rechnet Geberit mit einem Nettoumsatzwachstum von 5 bis 6 Prozent in Lokalwährungen. Die EBITDA-Marge soll ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres liegen.
Damit zeigt sich der Konzern trotz schwieriger Rahmenbedingungen robust. Höhere Rohmaterialpreise, Währungseffekte und ein anspruchsvolles wirtschaftliches Umfeld können die positive Entwicklung bislang nicht stoppen.
Geberit gehört mit Hauptsitz in Rapperswil-Jona zu den international bedeutendsten Industrieunternehmen der Ostschweiz. Die Gruppe ist europäischer Marktführer für Sanitärprodukte und verfügt über eine starke internationale Präsenz.