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Geberit wächst 2025 stärker als der Markt

Geberit wächst 2025 stärker als der Markt
Geberit-CEO Christian Buhl kann gute Zahlen vermelden
Lesezeit: 2 Minuten

Der Sanitärtechnik-Konzern Geberit aus Rapperswil-Jona hat sich 2025 in einem anspruchsvollen Marktumfeld besser entwickelt als die Branche. Getragen wurde das Wachstum von neuen Produkten, höherem Absatzvolumen und einer stabilen Nachfrage im Renovationsgeschäft.

Text: pd/red

Die Bauindustrie blieb auch 2025 unter Druck. Dennoch verzeichnete Geberit ein deutliches Umsatzwachstum und konnte sich klar von der allgemeinen Marktentwicklung abheben. Der Nettoumsatz stieg in Schweizer Franken um 2,5 Prozent auf 3,16 Milliarden Franken. Währungsbereinigt lag das Wachstum bei 4,8 Prozent und damit deutlich über dem Markt.

Volumenwachstum und neue Produkte als Treiber

Das Wachstum ist laut Unternehmen in erster Linie auf höhere Absatzmengen zurückzuführen. Neue Produkte in den Bereichen Installationssysteme, Rohrleitungssysteme und Badezimmerlösungen entwickelten sich erfreulich und trugen wesentlich zum Umsatz bei. Besonders in Europa konnte Geberit in den meisten Regionen zulegen, trotz weiterhin schwieriger Rahmenbedingungen für die Sanitärbranche.

Im vierten Quartal 2025 erzielte Geberit einen Nettoumsatz von 715 Millionen Franken. Das entspricht einem Plus von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, währungsbereinigt sogar 6,4 Prozent. Damit beschleunigte sich das Wachstum zum Jahresende nochmals.

Operative Marge leicht unter Vorjahr

Auf Ergebnisebene rechnet Geberit für das Gesamtjahr 2025 mit einer operativen Cashflow-Marge von leicht unter 29,5 Prozent. Damit liegt die Marge etwas unter dem Vorjahresniveau. Belastend wirkten unter anderem höhere Lohnkosten, steigende Energiepreise sowie Investitionen in IT, Digitalisierung und neue Wachstumsinitiativen. Entlastend wirkten dagegen tiefere Materialkosten und das höhere Absatzvolumen.

Zusätzlich wirkten sich einmalige Kosten im Zusammenhang mit der Schliessung eines Keramikwerks in Deutschland auf die Marge aus.

Vorsichtiger Ausblick auf 2026

Für 2026 erwartet Geberit in Europa keine eigentliche Markterholung, aber eine weitere Stabilisierung. Während der Neubau voraussichtlich verhalten bleibt, rechnet das Unternehmen im Renovationsgeschäft erneut mit einer leicht positiven Entwicklung. Dieses Segment trägt rund 60 Prozent zum Umsatz bei.

International zeichnet sich ein gemischtes Bild ab. In einzelnen Regionen wie Indien oder dem Nahen Osten bleibt die Nachfrage hoch, während der Markt in China weiter rückläufig ist. Strategisch setzt Geberit auch 2026 auf Produktneuheiten, Investitionen in Digitalisierung und den gezielten Ausbau der Marktposition.

Der vollständige Jahresabschluss und der Geschäftsbericht werden am 12. März 2026 veröffentlicht.

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