Thurgau

DocMorris wächst und erhöht Prognose

DocMorris wächst und erhöht Prognose
Die Zur Rose Group AG wurde im Mai 2023 offiziell in DocMorris AG umbenannt
Lesezeit: 2 Minuten

DocMorris beschleunigt das Wachstum und kommt der operativen Gewinnschwelle näher. Der Frauenfelder Online-Apothekenkonzern steigerte seinen Aussenumsatz im ersten Halbjahr 2026 in Lokalwährungen um 12,5 Prozent auf 627,8 Millionen Franken. Gleichzeitig verringerte DocMorris seinen operativen Verlust deutlich und hebt die Prognose für das Gesamtjahr an.

Text: pd/stz.

DocMorris gewinnt im deutschen Markt weiter an Dynamik. Im ersten Halbjahr 2026 erreichte die Gruppe einen Aussenumsatz von 627,8 Millionen Franken. Das entspricht einem nominalen Wachstum von 9,8 Prozent und einem Plus von 12,5 Prozent in Lokalwährungen.

Der ausgewiesene Konzernumsatz erhöhte sich um 10,7 Prozent auf 599,2 Millionen Franken. In Lokalwährungen betrug das Wachstum 13,4 Prozent.

Treiber der Entwicklung ist insbesondere das Geschäft in Deutschland. Dort stieg der Aussenumsatz in Lokalwährungen um 13,0 Prozent auf 593,9 Millionen Franken.

Rezeptgeschäft wächst um 38 Prozent

Besonders stark entwickelte sich das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten. Der Rx-Aussenumsatz in Deutschland kletterte auf 147,9 Millionen Franken. In Lokalwährungen entspricht dies einem Wachstum von 38,3 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode.

DocMorris profitiert dabei weiterhin von der zunehmenden Nutzung elektronischer Rezepte in Deutschland und gewinnt nach eigenen Angaben neue Kunden.

Auch die digitalen Dienstleistungen entwickelten sich dynamisch. Der Bereich Digital Services legte im ersten Halbjahr in Lokalwährungen um 71,4 Prozent zu.

Walter Hess
Walter Hess

Operativer Verlust deutlich reduziert

Parallel zum Umsatzwachstum verbessert DocMorris die Ertragslage. Das bereinigte EBITDA belief sich im ersten Halbjahr noch auf minus 10,9 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Verbesserung um 17,9 Millionen Franken.

Damit kommt das Unternehmen seinem Ziel näher, die operative Gewinnschwelle zu erreichen. Für das zweite Halbjahr 2026 strebt DocMorris weiterhin den EBITDA-Breakeven an.

CEO Walter Hess sieht das Unternehmen auf Kurs. Umsatzdynamik und operative Effizienz hätten sich im ersten Halbjahr in allen Bereichen deutlich verbessert. Besonders erfreulich seien das Wachstum im Rezeptgeschäft, die Gewinnung neuer Kunden und die Entwicklung der Digital Services.

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Prognose für 2026 angehoben

Aufgrund der positiven Entwicklung erhöht DocMorris seine Erwartungen für das Gesamtjahr. Beim Aussenumsatz erwartet die Gruppe nun ein Wachstum von 9 bis 13 Prozent in Lokalwährungen.

Besonders deutlich wird die Prognose für das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten nach oben angepasst: Hier rechnet DocMorris inzwischen mit einem Wachstum von rund 40 Prozent.

Auch beim Ergebnis wird die Gruppe zuversichtlicher. Für das Gesamtjahr erwartet DocMorris nun ein bereinigtes EBITDA zwischen minus 17,5 und minus 10 Millionen Franken. Gleichzeitig hält das Unternehmen daran fest, im zweiten Halbjahr auf EBITDA-Basis die operative Gewinnschwelle zu erreichen.

Für den Frauenfelder Konzern ist das erste Halbjahr damit ein weiterer Schritt auf dem Weg vom wachstumsorientierten Online-Apothekenanbieter zu einem profitablen europäischen Digital-Health-Unternehmen.

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