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W+P Engineering Campus: Aus Nachbarn werden Partner

W+P Engineering Campus: Aus Nachbarn werden Partner
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Im Wiler Titlisquartier entsteht derzeit ein neues Zentrum für die Bau- und Ingenieurbranche: Der W+P Engineering Campus bringt rund 300 Arbeitsplätze an einem Ort zusammen. Was als Eigenbedarf der W+P Weber und Partner begann, wächst zu einem branchenspezifischen Ökosystem.

Als die Räumlichkeiten der W+P Weber und Partner AG an Grenzen stiessen, stand primär die Suche nach neuem Eigenraum im Vordergrund. Doch die Ankündigung eines Neubaus löste eine Dynamik aus: Aus dem Willensakt eines einzelnen Unternehmens entwickelte sich rasch das Interesse langjähriger Partnerbetriebe aus dem direkten Umfeld.

Für Christian Senn, Geschäftsführer der W+P Immobilien AG, war dies der Auslöser, das Projekt strategisch neu zu skalieren. Statt ein klassisches Renditeobjekt mit beliebigen Mieterstrukturen zu realisieren, reifte die Idee eines fachlich fokussierten Ingenieur-Campus. Der Grundgedanke: Die Komplexität heutiger Bau-, Planungs- und Logistikprojekte erfordert eine Vernetzung, die über reine Projektallianzen hinausgeht. Wenn Fachkompetenzen räumlich verdichtet werden, verkürzen sich nicht nur die Wege, sondern auch die Reaktionszeiten in der Projektabwicklung.

Branchencluster statt anonymer Büromarkt

Mit W+P Weber und Partner, GEOINFO, avaris/IT sowie der Wälli AG Ingenieure stehen die Ankermieter bereits fest. Sie decken Kernbereiche wie Bau- und Logistikplanung, Vermessung, Geoinformation und IT ab. Dass sich hier Unternehmen ansiedeln, die bereits etablierte Arbeitsbeziehungen pflegen, ist Teil des Konzepts.

Dieser Fokus setzt sich auch bei der Vergabe der verbleibenden Flächen fort: Im Erdgeschoss sowie im zweiten Obergeschoss von Haus B stehen noch rund 800 Quadratmeter zur Verfügung. Gesucht wird nicht der erstbeste Mieter, sondern gezielt die Ergänzung für das bestehende Ökosystem, etwa aus den Bereichen HLKS-Gebäudetechnik oder dem Bau- und Immobilienrecht.

OD  La Culina  

Nachhaltige Bauweise und klare Standortwahl

Architektonisch setzt die Überbauung auf Nachhaltigkeit und Substanz: Die drei Baukörper werden als energieeffiziente Hybridbauten mit Holztragwerk, vorgefertigten Elementen und einer prägenden Klinkerfassade realisiert. Die Energieversorgung sichern Erdsonden und Photovoltaik. Der zeitliche Rahmen steht: Nach dem Start der Baumeisterarbeiten im September 2026 soll Haus A bis Juni 2027 bezugsbereit sein, die Häuser B und C folgen im Herbst 2027.

Mit der Lage direkt an der Bahnlinie St.Gallen–Zürich und nahe der Autobahn A1 ist das Areal nicht nur verkehrstechnisch optimal angebunden, sondern setzt auch städtebaulich ein Signal am Wiler Stadteingang. Der Campus versteht sich damit auch als Bekenntnis zum Wirtschaftsraum Wil und als Antwort auf die Frage, wie moderne Arbeitswelten ausserhalb der Grosszentren attraktiv gestaltet werden können.

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