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Wachstum, das an Grenzen stösst

Wachstum, das an Grenzen stösst
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Die Ostschweiz zählt zu den führenden Industrie- und Produktionsregionen der Schweiz. Viele Unternehmen sind international erfolgreich. Doch während Produkte und Dienstleistungen laufend weiterentwickelt werden, geraten Prozesse, Warenflüsse und bestehende Infrastrukturen zunehmend unter Druck. Wer auch morgen erfolgreich sein will, tut gut daran, seine Infrastruktur neu zu denken.

Steigende Anforderungen an Effizienz, zunehmende Automatisierung und knapper werdende Industrieflächen stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen. Viele Betriebe wachsen auf Standorten, die ursprünglich für ganz andere Produktionsmengen und Abläufe konzipiert wurden. Oft sind es deshalb weniger die Gebäude selbst als vielmehr die dahinterliegenden Prozesse, die Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit begrenzen. «Ein erfolgreicher Industrie- oder Logistikstandort beginnt heute nicht beim Gebäude, sondern bei den Abläufen eines Unternehmens», sagt Andreas Pazeller, verantwortlich für Akquisition und Projektentwicklung bei der W+P Weber und Partner AG mit Hauptsitz in Wil. Erst wenn Prozesse und Warenflüsse verstanden werden, entsteht eine Infrastruktur, die langfristig funktioniert. Dieser Gedanke prägt die Arbeitsweise von W+P seit der Gründung vor 25 Jahren. Nach dem Prinzip «Form follows function» werden Gebäude nicht von aussen nach innen geplant, sondern aus den betrieblichen Anforderungen heraus entwickelt.

Bestehende Standorte intelligent weiterentwickeln

Für viele Industrieunternehmen stellt sich heute nicht die Frage nach einem neuen Standort, sondern wie sich am bestehenden Standort weiteres Wachstum ermöglichen lässt. Produktionsmengen steigen, Lieferketten werden komplexer, gleichzeitig wir die verfügbare Flächen knapper und Bewilligungsverfahren anspruchsvoller. «Genau deshalb gewinnt die Weiterentwicklung bestehender Standorte zunehmend an Bedeutung», sagt Andreas Pazeller. Durch die Analyse von Warenflüssen, Produktionsprozessen und internen Abläufen lassen sich häufig zusätzliche Kapazitäten schaffen, ohne neue Flächen zu beanspruchen. Wie spannend und gleichzeitig anspruchsvoll solche Projekte sein können, zeigt der GMP-Neubau der Hänseler AG in Herisau. Während moderne Produktions- und Lagerräume entstanden, lief die Herstellung von pflanzlichen Extrakten, Tinkturen und Salben in den Nebengebäuden weiter. Die Herausforderung der W+P als Generalplanerin bestand darin, neue Infrastruktur unter laufendem Betrieb in bestehende Strukturen zu integrieren und gleichzeitig höchste Anforderungen an Reinheit, Sicherheit und Prozesse zu erfüllen.

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Wenn Wachstum neue Lösungen verlangt

Wo bestehende Standorte an ihre Grenzen stossen, bildet dieselbe Denkweise die Grundlage für die Entwicklung neuer Infrastrukturen. Ein Beispiel dafür ist die Kindlimann AG in Tägerschen. Beim Neubau standen nicht einzelne Gebäude im Zentrum, sondern die optimale Verzahnung sämtlicher Betriebsabläufe. Automatisierte Lager, integrierte Produktionsbereiche und optimierte Materialflüsse bilden das Rückgrat der Anlage. Auch die Erweiterung des Lidl-Warenverteilzentrums in Weinfelden zeigt, wie Infrastruktur konsequent auf effiziente Warenflüsse und zukünftige Anforderungen ausgerichtet werden kann. W+P begleitete das Projekt von der Entwicklung über die Logistikplanung bis zur Gesamtplanung.

Zukunft braucht Flexibilität

Für Pazeller liegt genau darin die zentrale Aufgabe moderner Industrieplanung: Infrastruktur so zu gestalten, dass sie vorhandene Flächen optimal nutzt und gleichzeitig künftige Veränderungen aufnehmen kann. «Unternehmen investieren heute nicht einfach in Gebäude, sondern in ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit.» Nachhaltigkeit entsteht dort, wo Prozesse funktionieren, Ressourcen effizient genutzt und Strukturen flexibel gestaltet werden. Gerade in der Ostschweiz wird diese unsichtbare Infrastruktur immer stärker zum entscheidenden Erfolgsfaktor.

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