St.Gallen

HSG zeichnet Schweizer Industriestärke aus

HSG zeichnet Schweizer Industriestärke aus
Thomas Friedli, Julian Mundl, Benedikt Saretz, Marco Auer, André Schober, Andreas Zweifel, Udo Fuchs und Stephan Anliker
Lesezeit: 2 Minuten

Weltweit wachsen und gleichzeitig in der Schweiz investieren: Mit dieser Strategie gewinnt Endress+Hauser Flow den «Roman Hänggi Swiss Manufacturing Award 2026» der Universität St.Gallen. Unter den fünf Finalisten standen auch zwei Ostschweizer Unternehmen: Bionic Composite Technologies aus St.Gallen und Nussbaum Matzingen aus dem Thurgau.

Text: pd/stz.

Das Institut für Produktions- und Supply Chain Management der HSG hat Endress+Hauser Flow am 20. Oktober an der Produktionsmanagement-Tagung in St.Gallen ausgezeichnet. Der Spezialist für Mess- und Automatisierungstechnik aus Reinach BL überzeugte die wissenschaftliche Jury durch Innovationskraft, wirtschaftliche Stärke und eine langfristige Investitionsstrategie.

Entscheidend war die Leistung über mehrere Bereiche hinweg. Besonders würdigte die Jury das Bekenntnis zum Produktionsstandort Schweiz: Endress+Hauser Flow baut seine internationale Präsenz aus und investiert gleichzeitig weiter in Reinach. Neue Kapazitäten im Ausland ergänzen die Schweizer Fertigung. Hohe Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen, eine grosse Fertigungstiefe und die langfristige Ausrichtung des familiengeführten Unternehmens stärken dieses Modell.

Grundlage der Auszeichnung ist der Swiss Manufacturing Survey

An der diesjährigen Erhebung beteiligten sich 404 Personen aus 388 Schweizer Unternehmen. Zehn Firmen wurden für vertiefte Fallstudien ausgewählt, fünf schafften es in die Endrunde. Neben dem Sieger und den beiden Ostschweizer Finalisten waren dies DERO aus Liedertswil BL und FRAISA aus Bellach SO.

Der Preis trägt neu den Namen des 2026 verstorbenen Professors Roman Hänggi. Damit wird sein Engagement für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und die Zukunft des Produktionsstandorts Schweiz gewürdigt.

Wie wichtig tragfähige Erfolgsmodelle sind, zeigt die aktuelle Erhebung: Die Unternehmen beurteilen den Standort Schweiz zwar positiver als im Vorjahr. Geopolitische Unsicherheiten, hohe Kosten und eine nachlassende Innovationsdynamik erhöhen jedoch den Druck auf die Industrie.

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