St.Gallen

Grösstes Minergie-Gebäude der Schweiz zertifiziert

Grösstes Minergie-Gebäude der Schweiz zertifiziert
Christian Appert, Martin Kull, Daniel Scheifele, Marc Mächler, Giorgio Engeli und Stefan Feldmann
Lesezeit: 2 Minuten

Das grösste Minergie-Gebäude der Schweiz steht in Kloten: In einer feierlichen Zeremonie übergab Marc Mächler, Regierungsrat Kanton St.Gallen und Präsident Minergie, das Zertifikat an die Miteigentümerschaft The Circle. Dieses bescheinigt dem Gebäude Energieeffizienz, Komfort und Klimafreundlichkeit. Am The Circle waren Ostschweizer Unternehmen massgeblich beteiligt.

Seit zwölf Jahren ist die Minergie- und LEED-Zertifizierung fester Bestandteil von Planung und Bau beim Circle. Unter Beisein von Christian Appert, CEO Amstein + Walthert AG, St.Gallen/Frauenfeld/Zürich (Gebäudetechnikplanerin), Martin Kull, CEO und Inhaber HRS Real Estate AG, Frauenfeld (Totalunternehmerin), Daniel Scheifele, Chief Real Estate Officer, Flughafen Zürich AG, Giorgio Engeli, Head Real Estate Portfolio Management Schweiz, Swiss Life Asset Managers, Zürich, und Stefan Feldmann, Head The Circle, Flughafen Zürich AG, feierte das Team um The Circle am Montag, 27. Juni 2022, nun das erreichte Ziel.

Schön, funktional, klimaoptimiert
Mit seinen gut 200'000 m2 Energiebezugsfläche machte der Circle im Jahre der provisorischen Zertifizierung 6% der zertifizierten Minergie-Fläche aus, war aber nur eines von rund 1’900 Gebäuden. Dies zeigt die Grösse und Bedeutung dieses aussergewöhnlichen Baus im Schweizer Kontext auf. Der Circle ist das grösste Minergie-zertifizierte Gebäude in der Schweiz.

Das Minergie-Zertifikat bedeute, so Regierungsrat Marc Mächler, dass - zusätzlich zu allen anderen Ansprüchen und Nutzungen - das Gebäude auch klimaoptimiert sei. Klimaoptimiert heisse, «dass dieses Gebäude möglichst den Klimawandel nicht noch beschleunigt und sorgsam mit Ressourcen umgeht. Es ist effizient und funktioniert statt mit fossiler Energie beinahe vollständig mit erneuerbarer Energie.» 

Dank intensiver Zusammenarbeit zwischen der Minergie-Zertifizierungsstelle und den Verantwortlichen des Circles konnten auch die hohen Anforderungen des Minergie-Qualitätslabels an Gebäudehülle und Lüftung erfüllt werden. Andreas Meyer Primavesi, Geschäftsleiter Minergie, freut sich, dass das Resultat schliesslich allen zu Gute kommt: «Gerade bei den heutigen Energiepreisen lohnt sich jede eingesparte Kilowattstunde Energie – und zwar nicht nur fürs Klima, sondern auch finanziell».

In die Energiezukunft mit Netto-Null
Mit dem führenden Schweizer Gebäudelabel Minergie wurden seit 1998 dank über 53’000 Minergie-Gebäuden mehr als 12 Mio. Tonnen CO2 und 67 Mio. Megawattstunden Energie eingespart, im Vergleich zu den gesetzlichen Mindestanforderungen. Minergie zertifiziert pro Jahr ca. 3 Mio. m2 Energiebezugsfläche. In enger Abstimmung mit den Kantonen geht Minergie stets voran und ist so Vorreiter der kantonalen Energiegesetze. Dieses Zusammenspiel funktioniert seit Beginn und geht erfolgreich weiter.

Aktuell schaut Minergie erstens sehr genau auf die verbaute Energie und die Treibhausgasemissionen in der Erstellung eines Gebäudes. Und zweitens strebt Minergie eine Verbesserung der Betriebsphase an: Umfangreiche, digitalisierte Gebäude-Daten dienen dazu, die Energieflüsse im Betrieb zu messen, um dann auf Basis des Monitorings wo nötig eine Betriebsoptimierung vorzunehmen.

Seit Jahren fossilfrei im Betrieb, – auch bei Modernisierungen - bewegt sich Minergie so immer mehr in Richtung Netto-Null. Der Standard Minergie-A-ECO kommt dem Schweizer Netto-Null-Gebäude am nächsten.

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