EDAG schafft operative Rückkehr in die schwarzen Zahlen
Text: pd/stz.
Die EDAG Engineering Group AG hat im weiterhin schwierigen Umfeld der Automobilindustrie deutliche Fortschritte erzielt. Der Konzernumsatz sank im ersten Halbjahr 2026 zwar von 366,7 Millionen Euro auf 334,4 Millionen. Gleichzeitig gelang dem international tätigen Engineering-Dienstleister aber eine markante Ergebnisverbesserung.
Das bereinigte EBIT stieg von minus 7,6 Millionen im ersten Halbjahr 2025 auf plus 0,3 Millionen. Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich damit von minus 2,1 auf plus 0,1 Prozent. EDAG führt die Entwicklung insbesondere auf Restrukturierungs- und Effizienzmassnahmen sowie den stärkeren Einsatz internationaler Entwicklungsstrukturen zurück.
Erfreulich entwickelt sich auch der Auftragsbestand. Dieser nahm per Ende Juni um rund elf Prozent auf 372,6 Millionen Euro zu. Damit konnte EDAG trotz der weiterhin zurückhaltenden Investitions- und Vergabepraxis vieler Kunden seine Marktposition festigen.
Ein besonders dynamisches Wachstumsfeld ist das Defence-Geschäft
Hier konnte EDAG den Umsatz im ersten Halbjahr gegenüber der Vorjahresperiode verdoppeln. Parallel dazu baut das Unternehmen seinen Global-Delivery-Standort in Indien weiter aus. Schwerpunkte bilden Software, Automation und Robotik sowie Entwicklungs- und Absicherungskompetenzen für zentrale Fahrzeugbereiche.
«Besonders erfreulich ist die Entwicklung im Defence-Geschäft, in dem wir unsere Umsätze im ersten Halbjahr verdoppeln konnten», sagt EDAG-CEO Harald Keller.
Auch finanziell hat EDAG seine Basis verbreitert. Im Juni setzte das Unternehmen eine Kapitalerhöhung über 50 Millionen Euro und ein Pflichtwandeldarlehen über 25 Millionen um. Damit flossen EDAG insgesamt 75 Millionen zu. Das Eigenkapital erhöhte sich auf 157,6 Millionen, die Eigenkapitalquote stieg von 15,1 auf 25,5 Prozent.
Für das Gesamtjahr konkretisiert EDAG seinen Ausblick. Erwartet wird eine Umsatzentwicklung zwischen minus fünf Prozent und einer stabilen Entwicklung gegenüber 2025. Gleichzeitig soll die bereinigte EBIT-Marge positiv ausfallen und bis zu rund drei Prozent erreichen.
Die Zahlen zeigen damit ein zweigeteiltes Bild: Das traditionelle Automobilgeschäft bleibt anspruchsvoll, gleichzeitig gewinnt die Neuausrichtung auf weitere Geschäftsfelder wie Defence sowie internationale Entwicklungsstandorte zunehmend an Gewicht.