«Echo» bringt die Region ins Gespräch über ihre Zukunft
Text: pd/stz.
Mit «Echo» startet die Regio Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee einen regionalen Zukunftsprozess, der die Attraktivität und Strahlkraft der Region stärken soll. Der Perimeter umfasst 45 Städte und Gemeinden aus den Kantonen St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Thurgau mit rund 300'000 Einwohnern. Ziel ist es, gemeinsam mit der Bevölkerung Ideen, Formate und Projekte zu entwickeln, die über Gemeinde- und Kantonsgrenzen hinaus Wirkung entfalten.
Den Auftakt bildet der Echo-Dialog. Ab dem 15. Juni 2026 sind Menschen aus der Region eingeladen, in einem KI-gestützten Videocall mit ihrem 20 Jahre älteren Zukunfts-Ich über Wünsche, Herausforderungen und die Zukunft der Region zu sprechen. Im Zentrum stehen Fragen wie: Wie wohl fühle ich mich in der Region? Was ist mir wichtig? Welche Veränderungen wünsche ich mir?
Das Format soll auf spielerische und neu gedachte Weise dazu anregen, sich mit der eigenen Zukunft und jener der Region auseinanderzusetzen. Aus den Gesprächen entsteht ein Stimmungsbild, das die Grundlage für die weiteren Phasen bildet. Daraus sollen wünschenswerte Zukunftsbilder und Themenfelder abgeleitet werden.
«Mit dem Echo-Dialog und dem Einsatz von KI denken wir Partizipation neu. Das Gespräch mit dem Zukunfts-Ich verleiht dem abstrakten Begriff «Zukunft» eine persönliche Dimension, macht sie erfahrbar und fördert das Zukunftsbewusstsein, denn jeder ist Teil der Zukunft und kann sie heute selbst mitgestalten», sagt Leila Hauri, Geschäftsleiterin der Regio Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee.
Künstliche Intelligenz kommt im Echo-Dialog gezielt zum Einsatz. Die Regio Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee legt dabei Wert auf Transparenz und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Technologie. Die Daten werden verschlüsselt übertragen und gespeichert, sensible Informationen werden nicht für das Training von KI-Modellen verwendet, und es ist jederzeit ersichtlich, wann KI im Einsatz ist.
«KI ist heute allgegenwärtig. Umso wichtiger wird es, ihren Einsatz verständlich, nachvollziehbar und verantwortungsvoll zu gestalten. Der Echo-Dialog bietet die Chance, für einen bewussten und reflektierten Umgang mit KI zu sensibilisieren», sagt Simon Mayer, Professor am Institute of Computer Science der Universität St.Gallen und Verantwortlicher für die Backend-Entwicklung des Echo-Dialogs.
Der regionale Zukunftsprozess ist auf mehrere Jahre angelegt und umfasst vier Phasen. 2026 steht mit dem Echo-Dialog das Zuhören, Beobachten und Sammeln im Zentrum. 2026 und 2027 folgen Auswertung und Diskussion der Ergebnisse. 2027 und 2028 sollen in einer Ideenwerkstatt gemeinsam mit der Bevölkerung Projekte entwickelt werden. Ab 2028 beginnt die Umsetzung.
Getragen wird «Echo» von Beginn an durch starke Partner. Dazu gehören die OST – Ostschweizer Fachhochschule, die Olma Messen St.Gallen AG und die Universität St.Gallen. Für die Umsetzung des Echo-Dialogs arbeitet die Regio Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee mit dem Institute of Computer Science der Universität St.Gallen sowie mit FIVE und variabel zusammen.
«Der Echo-Dialog schafft es, alle Bevölkerungsschichten abzuholen. Die spielerische und witzige Art macht es den Teilnehmern einfach, sich in eine andere Perspektive respektive in die Zukunft zu versetzen. Der Prozess hat Pioniercharakter und nimmt die Bevölkerung von Beginn weg mit. Wichtig ist, dass die Region den Mut hat, diesen Weg konsequent zu gehen», sagt Christine Bolt, CEO der Olma Messen St.Gallen AG.
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Unterstützt wird die Kampagne von bekannten Persönlichkeiten aus der Region. Andrin Huber, Europameister U23 im Zehnkampf, Start-up-Unternehmerin und Tech-Pionierin Bettina Hein, Stadtpräsidentin Maria Pappa und Regio-Präsident Michael Götte setzen sich in Videobotschaften und auf Plakaten für den Echo-Dialog ein.
Der Echo-Dialog läuft vom 15. Juni bis 30. September 2026. Mitmachen können alle Personen ab 14 Jahren unter www.echo-dialog.ch/dialog. Für die Teilnehmer gibt es Preise aus der Region zu gewinnen. Der Hauptpreis ist eine massgeschneiderte Reise durch die Region im Wert von 2000 Franken.
«Wir starten heute einen Prozess, der von der Beteiligung lebt. Ich lade alle herzlich ein, den Echo-Dialog auszuprobieren und ihre Wünsche und Ideen einzubringen. Wer ist nicht neugierig auf sein 20 Jahre älteres Ich? Ich bin sehr gespannt, welche Gemeinde am meisten Echo-Stimmen sammeln kann und die Gemeinde-Challenge gewinnen wird», sagt Michael Götte, Präsident der Regio Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee und Botschafter des Echo-Dialogs.