Clientis steigert Halbjahresgewinn auf 33,5 Millionen
Text: pd/stz.
Die 14 Regionalbanken der Clientis-Gruppe haben sich im ersten Halbjahr 2026 trotz des anspruchsvollen Marktumfelds positiv entwickelt. Der Gruppengewinn erhöhte sich gegenüber der Vorjahresperiode um 6,7 Prozent auf 33,5 Millionen Franken. Getragen wurde das Ergebnis insbesondere vom stärkeren Zinsengeschäft und einem deutlichen Wachstum im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft.
Zur Clientis-Gruppe gehören vier Banken aus dem Kanton St.Gallen: die Clientis Bank Oberuzwil, die Clientis Bank Thur mit Hauptsitz in Ebnat-Kappel, die Clientis Bank Toggenburg in Kirchberg und die Clientis Biene Bank im Rheintal mit Sitz in Altstätten.
Hypotheken und Kundengelder wachsen
Die Bilanzsumme der Gruppe nahm im ersten Semester um 1,6 Prozent oder 248 Millionen Franken auf 15,7 Milliarden zu. Die Ausleihungen an Kunden stiegen um 1,5 Prozent auf 12,9 Milliarden. Wichtigster Wachstumstreiber blieb das Hypothekargeschäft: Das Hypothekarvolumen erhöhte sich um 1,7 Prozent auf 12,4 Milliarden.
Auch bei den Kundengeldern verzeichnete Clientis einen Zuwachs. Sie nahmen um 226 Millionen Franken oder 2,1 Prozent auf 11,1 Milliarden zu. Damit werden 85,7 Prozent der Kundenkredite durch Kundengelder finanziert. Die Gruppe verfügt damit weiterhin über eine solide und stark regional abgestützte Refinanzierungsbasis.
Kommissionsgeschäft legt zweistellig zu
Der Geschäftsertrag erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,1 Prozent auf 106,9 Millionen Franken. Der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft stieg um 3,7 Prozent auf 79,5 Millionen.
Noch dynamischer entwickelte sich das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Dessen Erfolg nahm um 10,9 Prozent auf 14,9 Millionen zu. Clientis führt diese Entwicklung insbesondere auf den Ausbau der Vermögensverwaltung bei den angeschlossenen Regionalbanken zurück.
Parallel zum Geschäftsertrag stieg auch der Geschäftsaufwand um 5,1 Prozent auf 61,5 Millionen. Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund des ausgebauten Personalbestands um 4,3 Prozent auf 35,2 Millionen. Der Sachaufwand nahm vor allem wegen Investitionen in das neue Digital Banking um 6,3 Prozent auf 26,4 Millionen zu.
Trotz der höheren Aufwendungen verbesserte sich der Geschäftserfolg um 5,5 Prozent auf 38,8 Millionen Franken. Unter dem Strich resultierte der Gruppengewinn von 33,5 Millionen.
Clientis stärkt Kapitalbasis
Auch die Eigenkapitalbasis wurde weiter ausgebaut. Das Eigenkapital erhöhte sich im ersten Halbjahr um 21,6 Millionen Franken oder 1,5 Prozent auf 1,46 Milliarden.
Die Gesamteigenmittelquote erreichte 20,7 Prozent und lag damit deutlich über der regulatorischen Mindestanforderung von 12,64 Prozent. Die Leverage Ratio belief sich auf 9,0 Prozent, gegenüber einer Vorgabe von 3,0 Prozent. Auch bei der Liquidität übertraf Clientis die gesetzlichen Anforderungen klar: Im zweiten Quartal lag die durchschnittliche kurzfristige Liquiditätskennzahl bei 173,8 Prozent.
Die Ratingagentur Moody’s hatte die Bewertungen für die Clientis-Banken im Dezember 2025 bestätigt. Sie beurteilt die langfristige Schuldnerqualität mit «A2» und die kurzfristigen Verbindlichkeiten mit der Höchstnote «P-1». Der Ausblick bleibt stabil.