«Businesstag für Frauen» bringt inspirierende Persönlichkeiten nach Vaduz
Text: pd/stz.
Der Businesstag für Frauen ist seit bald 20 Jahren eine zentrale Plattform für Inspiration, Austausch und Vernetzung. Die Veranstaltung vermittelt konkrete Erfolgsrezepte, präsentiert eindrückliche Lebens- und Karrierewege und schafft Raum für Begegnungen über Branchen und Generationen hinweg. Auch die 19. Ausgabe verbindet Vorträge, Diskussionen, Workshops und persönliche Gespräche zu einem vielseitigen Programm.
Eröffnet wird der Anlass durch Liechtensteins Regierungsrat Emanuel Schädler. Er leitet das Ministerium für Gesellschaft und Justiz und verantwortet damit auch die Familienpolitik sowie die Gleichstellung von Frau und Mann. Nach den Grussworten spricht Alma Zadić über ihren persönlichen Lebensweg und ihre politische Karriere. Zadić floh als Kind mit ihrer Familie aus Bosnien nach Österreich und wurde 2020 als erste Ministerin mit Migrationshintergrund in die österreichische Bundesregierung berufen. Heute engagiert sich die Anwältin erneut als Abgeordnete im Nationalrat für soziale Gerechtigkeit und einen starken Rechtsstaat.
Einen Einblick in Führung in einem internationalen Technologiekonzern gibt anschliessend Nora Teuwsen. Sie ist Vorsitzende der Geschäftsleitung von ABB Schweiz. Vor ihrem Wechsel zu ABB war sie Partnerin einer Anwaltskanzlei, übernahm Führungsfunktionen bei der SBB und gründete ein eigenes Beratungsunternehmen. Die Mutter zweier Kinder spricht über ihren beruflichen Werdegang, Führung in einem Technologiekonzern sowie Erfolgsfaktoren für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Nach der Erfrischungspause steht Sonia Kälin im Mittelpunkt
Die mehrfache Schwingerkönigin erzählt, wie sie sich ihren Platz in einer Männerdomäne erkämpft hat. In ihrem Referat «Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse werden Königin» spricht sie offen über mentale Hürden, langwierige Verletzungen und ein abruptes Karriereende. Trotz aller Rückschläge verfolgte sie ihren Weg konsequent weiter und erfüllte sich gleich viermal ihren Kindheitstraum der Schwingerkönigin.
Um Unternehmertum und Nachfolge geht es bei der Diskussion mit Jasmin Collini Heidegger und Beryl Huber. Jasmin Collini Heidegger leitet gemeinsam mit ihrem Bruder die Max Heidegger AG in zweiter Generation. Beryl Huber ist Mitglied der Geschäftsleitung von Huber Fine Watches & Jewellery und bereits die fünfte Generation im Familienunternehmen. Die beiden Unternehmerinnen sprechen darüber, wie ein Generationenwechsel gelingen kann und welche Herausforderungen Familienunternehmen heute meistern müssen.
Eine weitere Referentin hat ihre eigene Nachfolge bereits frühzeitig geregelt: Gabriela Manser führte den Appenzeller Getränkehersteller Goba in dritter Generation und setzte gemeinsam mit ihrem Team zahlreiche innovative Ideen um. Mit dem Verkauf der Goba AG an die F.G. Pfister Stiftung wurde der langfristige Erhalt des Unternehmens gesichert. Heute unterstützt Gabriela Manser verschiedene Unternehmen und Institutionen in beratenden Funktionen. Bereits 2018 wurde sie mit dem LLB-Businesstag-Award ausgezeichnet.
Zum Abschluss der Tagung wird zum zehnten Mal der LLB-Businesstag-Award verliehen. Mit der Auszeichnung wird erneut eine Frau geehrt, die mit ihrem beruflichen und gesellschaftlichen Engagement eine besondere Vorbildfunktion einnimmt. Die Laudatio hält Juryvorsitzende Natalie Flatz, Mitglied der Geschäftsleitung der LLB. Sie überreicht der diesjährigen Preisträgerin eine Siegerinnenstatue von Swarovski.
Auch abseits der Bühne bietet der Businesstag zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch. Side-Events und Workshops vertiefen Themen wie mentale Gesundheit, erfolgreiches Netzwerken, persönliche Positionierung und Unternehmertum. Der Businesstag für Frauen wird von der Liechtensteiner Regierung getragen und von zahlreichen Unternehmen und Organisationen unterstützt.
Weitere Informationen und Anmeldung unter www.businesstag.li.