St.Gallen

Beim Start Summit trifft sich die internationale Startup-Szene in St.Gallen

Beim Start Summit trifft sich die internationale Startup-Szene in St.Gallen
Lesezeit: 3 Minuten

Welche Technologien und Geschäftsmodelle lassen europäische Startups gedeihen? Und wie kann der Kontinent seine starke Forschung häufiger in global erfolgreiche Unternehmen übersetzen? Dies beleuchtet die von Studenten und Start Global organisierte Konferenz Start Summit am 19. und 20. März in St.Gallen.

Text: pd/stz.

Die Konferenz wird von Studenten der Universität St.Gallen organisiert und bringt mehr als 7000 Gründer, Investoren, Unternehmensvertreter und junge Talente aus über 30 Ländern auf das Olma-Messegelände. Gemäss der Devise «Embrace New Horizons» richtet der Summit den Blick auf Innovationen jenseits des aktuellen KI-Booms.

Diskutiert werden Entwicklungen in Bereichen wie Deep Tech, Robotik und datengetriebenen Technologien sowie die Frage, welche Rolle europäische Startup-Ökosysteme im globalen Wettbewerb künftig spielen können. Gleichzeitig geht es um praktische Herausforderungen für Gründer – von der frühen Finanzierung bis zur internationalen Skalierung.

Zu den Referenten gehören unter anderen: Péter Fankhauser (ANYbotics), Dr. Robert Fink (Helsing), Martin Kubie (Proxima Fusion), Milda Mitkutė (Vinted), Simon Michel (Ypsomed), Felix Ohswald (GoStudent), Verena Pausder (German Startup Association) und Helmut Schönenberger (UnternehmerTUM).

Dietmar Grichnik
Dietmar Grichnik

Alpenregion als Innovationsraum

Ein Schwerpunkt des Start Summit liegt in diesem Jahr auf Expertise aus der Alpenregion. Mit einer eigenen «Alpine Area» will die Konferenz die Innovationskraft der Region zwischen Lausanne, Zürich, St.Gallen und München sichtbar machen. Hochschulen wie die EPFL, ETH Zürich, Universität St.Gallen und die Technische Universität München prägen dort ein wachsendes Deep-Tech-Ökosystem.

Diese Rolle der Universitäten steht auch im Zentrum des Podiums «Ivy Who? – Why the Alps Quietly Outcompete». Dabei diskutieren HSG-Experte Dietmar Grichnik und Helmut Schönenberger (UnternehmerTUM) mit der Manager-Magazin-Redaktorin Sarah Heuberger, wie Hochschulen Unternehmertum fördern und wissenschaftliche Forschung in erfolgreiche Startups überführen können.

Die sogenannte «St.Galler Area» am Start Summit dient regionalen Startups als Treffpunkt. Der Abwanderung erfolgreicher Startups aus der Ostschweiz wirkt der HSG Start Accelerator entgegen, indem er früh erfolgreiche Deep-Tech-Teams stärkt und in der Region verankert. Mit dem neuen digitalen Gründungsservice «Startupguide» können Gründer zudem Unternehmen in St.Gallen einfacher und rechtssicher gründen.

Organisator  Cellere Immobilien  

HSG als Teil eines wachsenden Startup-Ökosystems

Der Start Summit ist zugleich eine Plattform für das unternehmerische Umfeld der Universität St.Gallen. Laut HSG Entrepreneurship Monitor sind zwischen 2014 und 2024 insgesamt 845 Startups aus der Universität hervorgegangen.

«Damit gehört die HSG zu den aktivsten Gründungsuniversitäten im deutschsprachigen Raum und rangiert direkt hinter der TU München und der ETH Zürich», sagt Dietmar Grichnik, Professor für Entrepreneurship und Prorektor Innovation und Qualität an der Universität St.Gallen.

Mehrere Startups mit HSG-Bezug werden am Summit vertreten sein, darunter fortyfour, ZoneIn, Maeva, Brian, Reltix und CorpIn. Ergänzt wird diese Präsenz durch Unternehmen wie Swisslog Tunnel, wo HSG-Alumnus Manuel Richarz als VP of Business tätig ist.

Maya Sangtani
Maya Sangtani

Plattform für junge Technologieunternehmen

Für viele junge Unternehmen dient der Start Summit als Sprungbrett und internationale Bühne. So gewann das Startup Tether EV im Jahr 2024 die Summiteer Pitching Competition und erhielt ein Preisgeld von 10’000 Franken. In den Monaten danach folgten mehrere Innovationspreise sowie eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde über 1,5 Millionen US-Dollar.

Auch das Schweizer Deep-Tech-Startup BTRY präsentierte seine Technologie am Summit vor Investoren und Industriepartnern. Seitdem konnte das Unternehmen eine Seed-Finanzierungsrunde über 5,7 Millionen US-Dollar abschliessen, wurde unter die Top 7 der Top100 Swiss Startups 2025 gewählt und brachte eine besonders dünne Solid-State-Batterie für Smart Cards auf den Markt.

Austausch, Pitching und Hackathon

Das zweitägige Konferenzprogramm umfasst Panels, Keynotes und Workshops sowie mehrere Pitching-Wettbewerbe mit Preisgeldern von insgesamt über 100’000 Franken.

Ein weiterer Programmpunkt ist der Start Hack, ein 36-stündiger Hackathon, bei dem Studenten und junge Talente Prototypen für reale Herausforderungen aus Industrie und Forschung entwickeln. Auch NVIDIA wird zu Beginn des Start Hack vertreten sein. In der Jury sitzt neben weiteren Persönlichkeiten die HSG-Informatikprofessorin Barbara Weber.

«Wir bieten jungen Gründern durch den Start Summit eine Plattform für ein starkes Netzwerk, Expertise und Austausch. Unsere Formate sollen inspirieren und die Gäste befähigen, die nächste Welle technologischer Entwicklungen souverän zu surfen», sagt HSG-Studentin Maya Sangtani, Mitglied des Konferenz-Organisationsteams von Start Global.

«Viele europäische Startups stehen vor der Herausforderung, genug Startkapital zu finden, um wachsen zu können. Dies adressieren wir in unterschiedlichen Diskussionsformaten auf der Konferenz», ergänzt Sangtani.

Das komplette Programm finden Sie hier.

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