Acrevis steigert Halbjahresgewinn markant
Text: pd/mew
Die Kundenausleihungen nahmen um 8,9 Prozent auf 4,6 Milliarden Franken zu. Die verwalteten Kundenvermögen stiegen um 7,5 Prozent auf 11,2 Milliarden. Unter dem Strich erzielte die Acrevis Bank einen Halbjahresgewinn von 13,4 Millionen. Das sind 5,8 Prozent mehr als im ersten Semester 2025.
Zum Wachstum beigetragen haben sowohl die organische Geschäftsentwicklung als auch der neue Standort in Männedorf.
Zinsergebnis legt wieder zu
Das Zinsergebnis als wichtigster Ertragspfeiler der Acrevis Bank entwickelte sich im ersten Halbjahr 2026 positiv. Der Bruttozinserfolg erhöhte sich um 1,8 Millionen Franken beziehungsweise 7,4 Prozent auf 25,4 Millionen.
Davon entfielen 1,6 Millionen Franken auf den Zusammenschluss mit der ehemaligen Regiobank Männedorf. Erstmals seit den Zinssenkungen der Schweizerischen Nationalbank verzeichnete die Bank auch wieder ein organisches Wachstum. Dieses belief sich auf 0,2 Millionen.
Die Acrevis hielt an ihrer vorsichtigen Risiko- und Bewertungspolitik fest. Wesentliche zusätzliche Wertberichtigungen waren nicht notwendig. Dadurch stieg der Nettozinserfolg um 1,6 Millionen Franken beziehungsweise 6,9 Prozent auf 25,3 Millionen.
Kommissionsgeschäft wächst deutlich
Ebenfalls stark entwickelte sich das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Der Erfolg nahm um 2 Millionen Franken beziehungsweise 14,1 Prozent auf 16,4 Millionen zu.
Als Treiber nennt die Bank die positive Entwicklung der Aktienmärkte, neue Depotvolumen sowie das Vertrauen der Kunden in die Qualität der Vermögensverwaltung. Vom Wachstum entfielen 1,5 Millionen Franken auf die organische Entwicklung. Weitere 0,5 Millionen steuerte der Zusammenschluss mit der ehemaligen Regiobank Männedorf bei.
Der Anteil des Kommissionsgeschäfts am Gesamtertrag erhöhte sich auf 34,9 Prozent. Damit konnte die Bank ihre Ertragsbasis weiter diversifizieren.
Bruttoertrag steigt auf 47 Millionen Franken
Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft veränderte sich nur unwesentlich. Der übrige ordentliche Erfolg erhöhte sich dagegen um 0,5 Millionen Franken beziehungsweise 32 Prozent auf 2,1 Millionen.
Zur Steigerung beigetragen haben die Integration der ehemaligen Regiobank Männedorf, Mieterträge aus der neuen Liegenschaft am Standort Lachen SZ sowie die positive Entwicklung der Beteiligungen.
Insgesamt erhöhte sich der Bruttoertrag um 4,2 Millionen Franken beziehungsweise 9,8 Prozent auf 47 Millionen.
Zusammenschluss lässt Kosten steigen
Der Zusammenschluss mit der ehemaligen Regiobank Männedorf führte im ersten Halbjahr auch zu höheren Kosten. Der Geschäftsaufwand stieg um 2,7 Millionen Franken beziehungsweise 10,2 Prozent auf 29,4 Millionen.
Kostensynergien kamen im ersten Semester noch nicht zum Tragen. Diese sollen nun schrittweise realisiert werden. Damit verbunden sind einmalige Integrationskosten und eine nachhaltig sinkende Kostenbasis.
Der Personalaufwand erhöhte sich fusionsbedingt um 1,1 Millionen Franken auf 14,8 Millionen. Bei der Acrevis Bank blieb er ohne die Auswirkungen des Zusammenschlusses unverändert.
Eigenkapitalbasis weiter gestärkt
Auf die Bilanz wirkte sich der Zusammenschluss deutlich positiv aus. Das Eigenkapital nahm um 48,1 Millionen Franken beziehungsweise 10,2 Prozent auf 519,5 Millionen zu.
Die Leverage-Ratio von 9 Prozent und die Kapitalquote von 20 Prozent präsentieren sich nach Angaben der Bank weiterhin äusserst robust.
Neben den fusionsbedingten Zunahmen bei den Kundenausleihungen, den Kundeneinlagen und der Bilanzsumme verzeichnete die Acrevis Bank auch organisches Wachstum. Nach Einschätzung des Unternehmens zeigt der Halbjahresabschluss damit, dass die eingeschlagene Vorwärtsstrategie Wirkung entfaltet.
Bank blickt optimistisch voraus
«Das erste Halbjahr 2026 war für die Acrevis Bank in mehrfacher Hinsicht erfreulich. Wir konnten unsere Geschäftsvolumen und die Ertragsbasis deutlich steigern sowie den Zusammenschluss mit der ehemaligen Regiobank Männedorf erfolgreich vollziehen.
Gleichzeitig sind die Vorbereitungen zur Nutzung der Synergiepotenziale auf Kurs. Diese Fortschritte und die robuste Entwicklung unseres Kerngeschäfts stimmen uns optimistisch für die Zukunft», sagt Dr. Michael Steiner, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Acrevis Bank.