St.Gallen

Acrevis zeigt solides Wachstum

Acrevis zeigt solides Wachstum
Michael Steiner, Patrick Vogler, Stephan Weigelt und Ursula Gomez/Bereichsleiterin Services
Lesezeit: 4 Minuten

Die Acrevis Bank AG lud am 27. März zu ihrer 15. ordentlichen Generalversammlung ein. 2719 Aktionäre sowie zahlreiche Gäste liessen sich in der Olma-Halle 9 in St.Gallen über das Geschäftsjahr 2025 informieren. Nach dem geschäftlichen Teil genossen die Teilnehmer die Gelegenheit für ein geselliges Beisammensein. Die traditionelle GV-Spende kommt in diesem Jahr dem Johanneum in Neu St.Johann zugute.

Text: pd/stz.

Für einen stimmungsvollen Auftakt sorgte die Otmarmusik St.Gallen, die 2026 ihren 100. Geburtstag feiern kann. In seiner einleitenden Rede blickte Verwaltungsratspräsident Stephan Weigelt auf die vielfältige Acrevis-Geschichte mit zahlreichen Vorgängerbanken zurück und stellte Zusammenschlüsse als wichtigen Erfolgsfaktor heraus.

Mit der Strategie 2032 setze die Bank auf eine Weiterentwicklung, die Bewährtes stärke und gleichzeitig neue Chancen nutze. Er beurteilt die geplante Fusion mit der Regiobank Männedorf als sinnvollen Schritt zur weiteren Stärkung der Marktpräsenz. Dabei bleibt die regionale Verankerung ein zentrales Element der Unternehmensstrategie.

Erfreuliches Wachstum in anspruchsvollem Umfeld

Ein solides Geschäftsjahr 2025 präsentierte Dr. Michael Steiner, Vorsitzender der Geschäftsleitung, in seinem Lagebericht. Die Acrevis Bank konnte ihre Position im Marktgebiet trotz eines anspruchsvollen Zinsumfelds weiter festigen. Besonders in den Kerngeschäften Finanzieren (Kundenausleihungen +2,2 Prozent auf 4,2 Milliarden Franken) und Anlegen (Depotvolumen +7,9 Prozent auf 6,4 Milliarden) entwickelten sich die Volumina erfreulich, ebenso stiegen die Kundeneinlagen (+3,1 Prozent auf 3,8 Milliarden) und die Assets under Management (+6,4 Prozent auf 10,4 Milliarden).

«Das Vertrauen unserer Kunden ist die Grundlage unseres Erfolgs. Dafür danke ich ihnen sowie unseren über 11’900 Aktionären herzlich», sagte Steiner.

Die Rückkehr zur Nullzinspolitik der Schweizerischen Nationalbank wirkte sich hingegen auf den Zinsüberschuss und damit auf das Jahresergebnis aus. Dennoch erzielte die Acrevis Bank mit einem Reingewinn von 21,6 Millionen Franken ein ansprechendes Resultat. Die hohe Kapitalquote von 19,20 Prozent (Vorjahr 18,45 Prozent) unterstreicht zudem die stabile finanzielle Basis der Bank.

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Alle Traktanden gutgeheissen, inklusive Fusion mit der Regiobank Männedorf

Die Generalversammlung stimmte allen Anträgen des Verwaltungsrates zu: Sie genehmigte den Lagebericht und die Jahresrechnung 2025 und entlastete Verwaltungsrat und Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr 2025. Die Aktionäre nahmen den Prüfungsbericht der Revisionsstelle PricewaterhouseCoopers AG zur Kenntnis und bestätigten diese für ein weiteres Jahr. Zudem wurde eine Dividende von 38.00 Franken pro Aktie beschlossen. Die Auszahlung erfolgt am 1. April 2026.

Ein zentrales Traktandum der diesjährigen Generalversammlung war der geplante Zusammenschluss mit der Regiobank Männedorf AG. Nachdem die Aktionäre der Regiobank Männedorf bereits am 26. März 2026 zugestimmt hatten, genehmigten auch die Aktionäre der Acrevis Bank die Fusion deutlich.

Mit dem Zusammenschluss erweitert die Acrevis Bank ihr Marktgebiet am Zürichsee. Der Standort Männedorf bleibt erhalten. Der Vollzug der Fusion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA. Die Generalversammlung stimmte zudem einem Aktiensplit im Verhältnis 1:5 zu. Bei gleichbleibendem Aktienkapital wird die Anzahl Aktien verfünffacht, während sich der Nennwert entsprechend reduziert.

Veränderungen im Verwaltungsrat

Verwaltungsratspräsident Stephan Weigelt verabschiedete sich mit dieser Generalversammlung. Patrick Vogler, Mitglied des Verwaltungsrates und designierter Präsident des Verwaltungsrats, würdigte sein Engagement: «Stephan Weigelt hat die Entwicklung der Acrevis Bank während vieler Jahre mit viel Umsicht und Weitsicht geprägt.

1977 als Lernender bei der damaligen St.Gallischen Creditanstalt eingestiegen, war er von 2011 bis 2018 Vorsitzender der Geschäftsleitung, ab 2018 Mitglied des Verwaltungsrats und seit 2021 Präsident. Für sein langjähriges Engagement und die vertrauensvolle Zusammenarbeit danken wir ihm im Namen des Verwaltungsrates, der Geschäftsleitung und der Mitarbeiter herzlich.» Die Versammlung würdigte das Engagement von Stephan Weigelt mit Standing Ovations.

Der neue Verwaltungsratspräsident Patrick Vogler aus Thal ist seit 2022 Mitglied des Verwaltungsrats und übt weitere Mandate in Verwaltungs- und Stiftungsräten im Finanz-, Immobilien- und Hotelleriebereich aus. Er war von 2008 bis 2022 in leitenden Funktionen (CEO, CFO) bei der Grand Resort Bad Ragaz AG tätig. Zuvor arbeitete der Betriebsökonom FH, eidg. dipl. Wirtschaftsprüfer und Master in Corporate Finance bei der KPMG AG in St.Gallen, Zürich und Melbourne.

Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde Dr. Marco Gehrig, Wil. Der Professor für Accounting und Controlling an der Ostschweizer Fachhochschule OST ist eidg. dipl. Wirtschaftsprüfer und bringt breite Erfahrung aus der Banken- und Prüfungspraxis mit. Die Verwaltungsräte Jacqueline Zehnder (Vizepräsidentin), Wil, Daniel Lehmann, Gossau, und Benedikt Würth, Rapperswil-Jona, wurden für eine weitere Amtsdauer von drei Jahren wiedergewählt.

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Unterstützung für das Johanneum

An der Generalversammlung richtet Acrevis jeweils eine Spende an eine wohltätige regionale Institution aus. Deren Höhe richtet sich nach der Anzahl der teilnehmenden Aktionäre: Für jede angemeldete Person kommen fünf Franken in den Spendentopf. In diesem Jahr kommt die Spende dem Johanneum in Neu St. Johann zugute. Die Institution begleitet Menschen mit Beeinträchtigungen jeden Alters und unterstützt sie auf ihrem Weg zu einem möglichst selbstbestimmten Leben.

Die Spende in Höhe von 17’000 Franken im Namen der Acrevis-Aktionäre unterstützt die Sanierung des Spielplatzes beim Schulhaus Otmar auf dem Areal des Johanneums. Entstehen wird ein Generationenspielplatz, der ein Begegnungsort für Sonderschulkinder, Familien und ältere Menschen aus der Gemeinde Nesslau und Umgebung sein soll.

Nach dem musikalischen Ausklang leitete Stephan Weigelt zum gesellschaftlichen Teil über. An gedeckten Tischen wurden die Anwesenden kulinarisch verwöhnt und nutzten die Gelegenheit für persönliche Begegnungen und angeregte Gespräche.

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