Ostschweiz

Zwei Ostschweizer Start-ups im StreamUp-Accelerator

Zwei Ostschweizer Start-ups im StreamUp-Accelerator
Das Team von Heimat Teigwaren: v.l.: Pascal Möller, Brigitte Möller und Christina Möller
Lesezeit: 2 Minuten

Neun Start-ups sind in die zweite Runde des Förderprogramms StreamUp aufgenommen worden. Darunter befinden sich mit Heimat Teigwaren und Fruuna auch zwei junge Unternehmen aus der Ostschweiz. Beide stehen für unterschiedliche Ansätze innerhalb der Food-Tech-Branche, zeigen aber, wohin sich der Markt derzeit entwickelt.

Text: pd/red

Das Accelerator-Programm richtet sich an Start-ups aus dem Lebensmittelbereich, die ihre Produkte und Geschäftsmodelle weiterentwickeln und schneller in den Markt bringen wollen. Im Zentrum stehen dabei nicht nur technologische Innovationen, sondern auch Fragen der Skalierung und Marktfähigkeit.

Reststoffe als Rohstoff

Heimat Teigwaren aus St.Gallen setzt auf einen pragmatischen Ansatz: Das Unternehmen verarbeitet Nebenprodukte der Lebensmittelindustrie wie Altbrot und überschüssige Eier zu Pasta. Ziel ist es, Lebensmittelverluste zu reduzieren und gleichzeitig ein marktfähiges Produkt zu schaffen. Der Fokus liegt weniger auf neuer Technologie als auf der effizienteren Nutzung bestehender Ressourcen.

Damit positioniert sich das Start-up in einem Bereich, der in der Branche zunehmend an Bedeutung gewinnt. Steigende Rohstoffpreise und regulatorischer Druck erhöhen den Anreiz, vorhandene Materialien besser zu verwerten, statt neue zu produzieren.

Haltbarkeit und einfache Zutaten

Fruuna verfolgt einen anderen Ansatz. Das Unternehmen aus Horn setzt auf gefriergetrocknete Früchte und Gemüse aus Schweizer Rohstoffen. Durch das Verfahren werden die Produkte haltbarer und leichter, ohne dass Zusatzstoffe nötig sind.

Die Produkte zielen auf Anwendungen, bei denen Gewicht, Haltbarkeit und einfache Lagerung entscheidend sind, etwa im Snackbereich oder bei Outdoor-Aktivitäten. Gleichzeitig bedient Fruuna den Trend zu möglichst unverarbeiteten Lebensmitteln mit klarer Herkunft.

Zwei Ansätze, ein Markt

Die Auswahl der beiden Unternehmen für das StreamUp-Programm zeigt, dass sich Food-Tech derzeit in mehrere Richtungen entwickelt. Einerseits geht es um Effizienz und Kreislaufwirtschaft, andererseits um neue Produktformen und veränderte Konsumgewohnheiten.

Für die beteiligten Start-ups ist das Programm vor allem eine Möglichkeit, ihre Ansätze unter realen Marktbedingungen weiterzuentwickeln. Ob daraus langfristig tragfähige Geschäftsmodelle entstehen, hängt weniger von der Idee als von der Umsetzung ab.

Auch interessant

Kanton St.Gallen lanciert digitalen Gründungsservice
St.Gallen

Kanton St.Gallen lanciert digitalen Gründungsservice

Jungfreisinnige fordern Steuerfreiheit für Start-ups im Kanton St.Gallen
St.Gallen

Jungfreisinnige fordern Steuerfreiheit für Start-ups im Kanton St.Gallen

«Je stärker das Netzwerk, desto grösser die Wirkung»
PITCH by SIP Ost Oktober 2025

«Je stärker das Netzwerk, desto grösser die Wirkung»