Zur-Rose-Gruppe kauft im Ausland zu
13.03.2019

Zur-Rose-Gruppe kauft im Ausland zu

Die Thurgauer Zur-Rose-Gruppe schnappt sich den französischen Marktplatz Doctipharma. Sie erreicht damit bereits bei Markteintritt eine starke Wettbewerbsposition.

Die Schweizer E-Commerce-Apotheke Zur Rose mit Hauptsitz in Frauenfeld expandiert mit ihrem Marktplatz-Geschäftsmodell nach Frankreich. Die Ärztegrossistin kauft den französischen Marktplatz Doctipharma von der Lagardère-Gruppe. Dies teilt die Gruppe am Dienstag mit.

Über die Doctipharma-Plattform vertreiben über 100 Apotheken mehr als 15'000 Gesundheits- und Körperpflegeprodukte. Doctipharma ist ausserdem mit Doctissimo verlinkt, Frankreichs grössten Gesundheitsinformations-Website.

Expansionstempo: Differenzen im Verwaltungsrat
Wie die Gruppe weiter mitteilt, werde Doctipharma in den kommenden Monaten in die von PromoFarma entwickelte Marktplatzplattform integriert. In Spanien vertreibt die Zur-Rose-Tochtergesellschaft auf dieser Plattform mehr als 70'000 apothekenähnliche Produkte aus dem Segment Gesundheit, Kosmetik und Körperpflege.

Die Versandapotheke expandiert mit hohem Tempo. Erst im letzten Oktober übernahm die Gruppe Medpex, Deutschlands drittgrösste Onlineapotheke. Das Wachstumstempo sorgt aber auch für Unruhe. So haben vergangene Woche unterschiedlichen Auffassungen über Art und Geschwindigkeit der Umsetzung der Wachstumsstrategie bereits zum Rücktritt der beiden Verwaltungsräte Vanessa Frey und Heinz Baumgartner geführt.

Die Zur-Rose-Gruppe ist international präsent, unter anderem in Deutschland mit der Apothekenmarke DocMorris. Das Unternehmen beschäftigt an verschiedenen Standorten über 1'300 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 1,2 Milliarden Franken.

Auf dem Bild: Walter Oberhänsli, CEO (rechts), Stefan Feuerstein, Präsident des Verwaltungsrats.