02.07.2018

Wohnen statt sägen

Die Ortsbürgergemeinde St.Gallen hat einen Studienauftrag zur Entwicklung des Areals der ehemaligen Stadtsäge ausgeschrieben. Dieses wird derzeit von der Thurholz GmbH zwischengenutzt. Mit der Überbauung des Stadtsägeareals soll bis 2022 Wohnraum insbesondere für Studenten geschaffen werden – für rund 240 Personen insgesamt.

Die Ortsbürgergemeinde möchte so einen Beitrag leisten, um den Bildungsstandort zu stärken und indirekt auch den Fachkräftenachwuchs zu fördern. Die hohe Nachfrage nach studentengerechten Wohnräumen in St.Gallen ist durch Abklärungen belegt. Es ist ein Wohnraumbedarf für mindestens 400 Studenten (nationale und internationale Austauschstudenten und in St.Gallen immatrikulierte Studenten) ausgewiesen.

Das Angebot soll von Studenten unterschiedlicher Bildungsinstitutionen genutzt werden können (Universität, Fachhochschule, Pädagogische Hochschule, Studenten des Medical Masters). Die Nähe zu den Spitälern (Kantonsspital, Ostschweizer Kinderspital, Geriatrische Klinik) mit ihren Ausbildungsplätzen erschliesst eine weitere potenzielle Mietergruppe.

Auf dem Areal kann Wohnraum für rund 240 Personen realisiert werden, davon soll mindestens Raum für 150 Studenten konzipiert werden. Neben den Räumen für Studenten sind weitere Wohnformen denkbar. Es sollen Wohnräume mit verschiedenen und innovativen Wohntypologien entstehen (z. B. Clusterwohnen), die den Bedürfnissen verschiedener Lebensformen gerecht werden. Daneben soll auch die auf dem Areal bestehende Betriebszentrale der Nahwärme Stadtsäge AG und ein Gastronomieangebot in die neue Überbauung integriert werden.

Die Ortsbürgergemeinde wird das Gelände im Baurecht zur Verfügung stellen. Als viertgrösste Waldbesitzerin im Kanton St.Gallen strebt sie auf dem Areal der ehemaligen Stadtsäge die Realisierung von Bauten an, bei denen wesentliche Teile der Tragkonstruktion und der Fassaden aus Holz erstellt werden. Die Publikation des Ergebnisses des Studienauftrags ist für März 2019 geplant.