Wie das RoboTech Lab den Industrienachwuchs fördert
Text: pd/red
Wie sich praktische MINT-Förderung mit den Bedürfnissen der Industrie verbinden lässt, zeigte das RoboTech Lab kürzlich einer Besuchergruppe der Swiss Engineering Sektion Thurgau und Vertretern aus dem Bildungssektor. Das Labor wird vom Start-up birdypol GmbH am Bildungszentrum Arbon betrieben. Sein Angebot umfasst unter anderem Robotik, Nanotechnologie, CAD, 3D-Druck, Mikroskopie, Bionik und künstliche Intelligenz.
Dabei steht das praktische Arbeiten im Vordergrund. Schüler der Mittel- und Oberstufe beschäftigen sich projektbasiert mit real eingesetzten Technologien. Für Lernende aus Berufen wie Elektroniker, Automatiker, Konstrukteur, Polymechaniker, Informatiker und Mediamatiker bietet das Labor zudem spezielle Talentworkshops an.
«Wir haben eine Riesenfreude an Technik, und das ist unsere Zukunft», sagte Daniel Bösch, Rektor des Bildungszentrums Arbon. In Workshops und Lehrlingsprojekten entstünden wertvolle Erfahrungen. Das RoboTech Lab ermögliche es, Technik gemeinsam mit Jugendlichen unmittelbar einzusetzen.
Verbindung zwischen Bildung und Industrie
Programmleiter Niki Vogel sieht genau darin die Aufgabe des RoboTech Lab: Es soll Bildung und Industrie miteinander verknüpfen. Rund 300 Schulkinder von der 3. bis zur 7. Klasse erhalten dort jedes Jahr praktische Einblicke in industrielle Robotik und weitere Technologien. Ergänzt wird das Angebot durch «Talent factories» für Lernende und die Betreuung von Diplomarbeiten.
Finanziell und organisatorisch unterstützt wird die private Initiative von regionalen Industrieunternehmen. Für Vogel ist die Nachwuchsförderung deshalb nicht nur eine Bildungsaufgabe. «Wir führen Kinder und Jugendliche praktisch in die Nutzung moderner Technologien ein und es entstehen dadurch tolle Erfolgsstories.» Langfristig gehe es darum, den nötigen Nachwuchs für die Industrie zu entwickeln.