Ostschweiz

Werkplatz Ostschweiz braucht junge Talente

Werkplatz Ostschweiz braucht junge Talente
Linke Reihe, jeweils von vorne nach hinten: Marion Scherzinger, Markus Bänziger, Claudia Brönimann und Thomas Metzger. Mittlere Reihe: Lucas Fässler, Damian Milošević, Berat Koxha und Azem Abdi. Rechte Reihe: Noel Noser, Sebastian Scheler, Ralf Angermann und Alec Osman Abdu
Lesezeit: 2 Minuten

Die IHK St.Gallen-Appenzell hat die Siegerteams des WTT Young Leader Awards 2026 empfangen. Im Zentrum standen die Stärken des Werkplatzes Ostschweiz und die Frage, wie junge Talente dessen Zukunft mitgestalten können.

Text: pd/stz.

«Die Ostschweiz ist ein Werkplatz», sagte IHK-Direktor Markus Bänziger beim Empfang am 3. November im Haus der Wirtschaft. Zahlreiche Unternehmen gehörten in ihren Nischen zur Weltspitze. Ihre Produkte steckten in Smartphones, kämen im Operationssaal zum Einsatz oder flögen ins Weltall. Rund 100’000 Arbeitsplätze zählt die Industrie in der Region. Das verarbeitende Gewerbe stellt 23 Prozent aller Vollzeitstellen, gegenüber 14 Prozent im Schweizer Durchschnitt.

Wie der Nachwuchs regionale Unternehmen bereits unterstützt, zeigen die ausgezeichneten Praxisprojekte der OST. Das Siegerteam «Abraxas Informatik» untersuchte das Sozialwesen in den Kantonen Aargau und Basel-Landschaft. In 48 Experteninterviews analysierte es Akteure, Prozesse und Systemlandschaften und gewann damit in der Kategorie Marktforschung. Das Team «Online Consulting» überzeugte in der Kategorie Managementkonzeption mit einem Instrument, das Unternehmen hilft, ihre Bereitschaft für den Einsatz künstlicher Intelligenz einzuschätzen.

Für den künftigen Erfolg des Werkplatzes brauche es qualifizierte Fachkräfte, Fertigungskompetenz und Innovationskraft, erklärte Bänziger. Ebenso entscheidend seien offene Märkte: Rund 60 Prozent der Ostschweizer Warenexporte gingen in die EU. Die IHK setze sich deshalb für den bilateralen Weg mit den Bilateralen III ein. Zusätzliche Absatzmärkte, etwa in Asien, könnten das Geschäft mit Europa ergänzen, aber nicht ersetzen.

Thomas Metzger, Leiter des Departements Wirtschaft der OST, ermutigte die jungen Talente, ihre Chancen in der Region zu nutzen und sich gezielt weiterzubilden. Dafür brauche es nicht zwingend einen Masterabschluss. Auch ein Zertifikatslehrgang könne unmittelbar nutzbare Kompetenzen vermitteln. Die Fähigkeit, sich anzupassen und neu zu erfinden, habe den Werkplatz Schweiz immer wieder gestärkt.

Claudia Brönimann, Leiterin des Kompetenzzentrums Wissenstransfer & Innovation der OST, dankte der IHK für die langjährige Partnerschaft. Die Siegerteams sind auch zum IHK-Konjunkturforum «Zukunft Ostschweiz» eingeladen, um weitere Kontakte in der Arbeitswelt zu knüpfen. 

Auch interessant

Diese OST-Teams holen die Jubiläums-Awards
Ostschweiz

Diese OST-Teams holen die Jubiläums-Awards

Sechs Teams greifen nach dem Young Leader Award
Vorschau

Sechs Teams greifen nach dem Young Leader Award

IHK will mehr Spielraum für Rüstungsexporte
Ostschweiz

IHK will mehr Spielraum für Rüstungsexporte