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Sechs Teams greifen nach dem Young Leader Award

Sechs Teams greifen nach dem Young Leader Award
Die Jury: Thomas Metzger (OST), Mario Davatz (Bühler), Daniel Wessner (Kanton Thurgau), Daniel Seelhofer (OST), Thomas Harring (Hexagon AB), Thomas Bosshard (Oertli Instrumente), Martin Knöpfel (PwC), Heidi Bösch (Migros Ostschweiz)
Lesezeit: 2 Minuten

Der WTT Young Leader Award feiert 20 Jahre. Sechs Studententeams sind mit ihren Praxisprojekten für die Auszeichnungen in Marktforschung und Managementkonzeption nominiert. Wer gewinnt, entscheidet sich am 28. Oktober in der Tonhalle St.Gallen.

Wie wird aus Wissen ein konkreter Nutzen für Unternehmen? Die nominierten Projekte geben darauf unterschiedliche Antworten. Sie erschliessen Geschäftspotenziale, machen Kosten sichtbar und vereinfachen Abläufe. Je drei Teams stehen in den Kategorien Marktforschung und Managementkonzeption zur Wahl. Die beiden Hauptpreise vergibt die Jury; mit dem Publikum-Award kommt eine weitere Auszeichnung hinzu.

Sozialwesen, Energie und Pitahaya

Das Team Abraxas Informatik nahm das Sozialwesen der Kantone Aargau und Basel-Landschaft unter die Lupe. Es untersuchte, wo Medienbrüche und aufwendige Schnittstellen den Einsatz neuer digitaler Lösungen interessant machen. Aus diesen Erkenntnissen leitete es Geschäftspotenziale ab.

Um effizientere Abläufe ging es auch beim Projekt für Energie Zürichsee Linth. Das Team analysierte den Prozess vom Gaszähler bis zur Rechnung und zeigte auf, wie dieser transparenter gestaltet werden kann. Automatisierte Abläufe sollen Schlüsselpersonen entlasten. Eine zentrale Wissensdatenbank schafft zudem die Grundlage, um künstliche Intelligenz mit konkretem Mehrwert im Kundendienst einzusetzen.

Eine ganz andere Marktfrage beschäftigte das Team Gralsen Europe: Wie viel Potenzial hat die Pitahaya in Europa? Die Studenten untersuchten die Chancen der exotischen Frucht und entwickelten Empfehlungen für die Markterschliessung. Das Ziel: den Weg vom Nischen- zum Mainstreamprodukt aufzeigen.

BWL, KI und Mahlzeitendienst

Beim Projekt für H.P. Hafner stand die betriebswirtschaftliche Grundlage unternehmerischer Entscheidungen im Zentrum. Das Team entwickelte die Projektkalkulation weiter und erarbeitete einen Betriebsabrechnungsbogen. Dieser macht Kosten transparent und liefert damit eine Basis für Offerten und Entscheidungen im Unternehmen.

Das Team Online Consulting widmete sich der Frage, wo Unternehmen beim Einsatz künstlicher Intelligenz stehen. Sein adaptiver KI-Reifegradcheck erfasst den Entwicklungsstand und leitet daraus priorisierte Handlungsfelder sowie Empfehlungen ab. So soll aus der Standortbestimmung eine Orientierung für die weitere KI-Entwicklung und deren Umsetzung im Betrieb werden.

Wie unmittelbar ein Praxisprojekt wirken kann, zeigt das Team Sana Fürstenland. Es digitalisierte den zuvor papierbasierten Mahlzeitendienst. Die Lösung ist bereits produktiv im Einsatz: Sie reduziert Fehlerquellen, vereinfacht Abläufe und spart jährlich 155 Arbeitsstunden.

Text: Stephan Ziegler

Bild: zVg

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