15.10.2018

Welt-Award für MiVital

MiVital gewinnt den «World CPhI Excellence Formulation Award» für ihre einzigartige Mizellen-Technologie. Das Biotech-Start-up aus St.Gallen erhält mit dieser Auszeichnung ihrer patentierten Formulierungen die höchstmögliche Innovationsbestätigung in der Pharmabranche weltweit.

An der weltweit wichtigsten Pharma-Messe, der Convention on Pharmaceutical Ingredients in Madrid, wurden am 9. Oktober die bahnbrechendsten Innovationen und Erfolge der Branche geehrt. Das Schweizer Biotech-Unternehmen MiVital setzte sich in seiner Kategorie der Formulierungen durch. Die vierfach patentierte Mizellen-Technologie, mit der MiVital die Wirkstoffaufnahme von fettlöslichen Substanzen im Körper revolutioniert, wurde von einer internationalen unabhängigen Fach-Jury als Gewinner gewählt und erfährt dadurch die höchstmögliche Anerkennung.

Grosses Potenzial
Diese Auszeichnung bestätigt das grosse Potenzial, dass die Schlüsseltechnologie von MiVital birgt. Weltweit sind Millionen von Medikamenten und Nahrungsergänzungsprodukte auf dem Markt, deren tatsächliche Wirkung ist jedoch oft ungewiss. Die effektive Aufnahme insbesondere der fettlöslichen Wirkstoffe ist oft sehr schlecht und schwankt stark – und genau hier setzt MiVital mit seiner Mizellen-Technologie an und eröffnet völlig neue Möglichkeiten.

Der menschliche Körper muss bei oraler Einnahme lipophiler (fettlöslicher) Wirkstoffe körpereigene Mizellen produzieren, die den Stoff mit einer wasserlöslichen Hülle ummanteln, um wenigsten einen Bruchteil davon aufnehmen zu können. Dieser Prozess nimmt jedoch einige Zeit in Anspruch. Der weitaus grösste Teil der Wirkstoffe wird ungenutzt wieder ausgeschieden. Das macht eine genaue Dosierung nahezu unmöglich.

Präzise Dosierung möglich
Seit 30 Jahren kennt man verschiedene Methoden, Mizellen künstlich herzustellen. Erst MiVital-Gründer Daniel Strasser (rechts im Bild) ist es aber mit dem einzigartigen Herstellungsprozess gelungen, die aus natürlichem pflanzlichen Ausgangsmaterial hergestellten Mizellen so zu stabilisieren, dass sie in viel tieferer Konzentration als bei bisher bekannten Verfahren eingesetzt werden können. Durch diese vierfach Patent-geschützte Methode können fettlösliche Wirkstoffe so transportiert werden, dass sie rasch und vollständig durch Zellmembrane gelangen. Dies lässt eine effektive und präzise Dosierung zu. Es ist nicht mehr nötig, einen Grossteil der oft teuren Wirkstoffe zu verschwenden und dabei auch noch die Umwelt zu belasten.

Inzwischen führt die medizinische Fakultät der Universität Tottori in Japan Versuche mit neuen MiVital-Subilisaten durch: Es ist chemisch von enormer Bedeutung, dass diese natürliche Ummantelung nicht nur bei fettlöslichen Wirkstoffen sinnvoll ist, sondern auch oral aufgenommene wasserlösliche Wirkstoffe auf ihrem Weg bis zum Ziel zum Beispiel vor der aggressiven Magensäure schützen können.

Unabhängige Bestätigung
Der unvergleichliche Nutzen der MiVital-Mizellen wurde bereits mehrfach von unabhängiger Seite bestätigt. So hat eine Studie des Krebsforschungsinstituts von West Tennessee in Henderson, der Union University in Jackson und der University of Tennessee in Knoxville den Einsatz von Wirkstoffen wie Kurkumin in der Krebsprävention und Krebsbekämpfung untersucht. Die Forscher fanden heraus, dass Kurkumin, das in einer Mizellen-Lösung eines MiVital-Produktes gebunden ist, um ein Vielfaches potenter ist als das Original-Material.

Starkes Wachstum angepeilt
Das im St.Galler Innovationszentrum Startfeld domizilierte Unternehmen MiVital hat etliche Jahre Forschungs- und Entwicklungsarbeit investiert, um den Herstellungsprozess ihrer Mizellen zu optimieren und den Nachweis zu erbringen, dass die Methode funktioniert. Nun wird das kleine Entwicklungslabor aufgerüstet: Um marktfähige Lösungen für Kunden anbieten zu können, wird gerade ein neuer, grösserer Maschinenpark mit einem Bioreaktor als Herzstück installiert.

Die Strategie von MiVital beruht auf der Zusammenarbeit mit leistungsfähigen Vertriebspartnern, die bereits Produkte an Endkonsumenten bringen. Mit den schon abgeschlossenen Verträgen wird der Markt in Deutschland, Österreich und der Schweiz vollständig abgedeckt. Nun sollen bestehende Lücken in Europa geschlossen und die USA und Japan erschlossen werden. Letztlich wird eine weltweite Zusammenarbeit mit verschiedenen Produzenten und Vertriebspartnern angestrebt.

Das erfahrene Management von MiVital verfügt über ein grosses Netzwerk sowohl im wissenschaftlichen als auch im technologischen Bereich. Mit seiner einzigartigen Startposition mit einer disruptiven Technologie und seinen riesigen Aussichten auf Erfolg hat das Unternehmen bereits etliche Investoren auf sich aufmerksam gemacht.

www.mivital.ch