St.Gallen

Venture Kick investiert 1,25 Milliarden in Schweizer Startups

Venture Kick investiert 1,25 Milliarden in Schweizer Startups
Seit 2007 wurden 102 Millionen von privaten Förderern in 1251 Startup-Projekte aus Schweizer Hochschulen und Forschungszentren investiert, wodurch 16’100 Arbeitsplätze geschaffen wurden
Lesezeit: 3 Minuten

Die philanthropische Initiative Venture Kick blickt auf ein starkes Jahr zurück: 2025 beschleunigte sie 34 Prozent mehr Startups als im Vorjahr und unterstützte ihr Portfolio dabei, Anschlussfinanzierungen in Höhe von insgesamt 1,25 Milliarden Franken einzuwerben.

Text: PD/stz.

Im Jahr 2025 unterstützte Venture Kick 130 neue Startup-Projekte mit direkten Investitionen von 8,3 Millionen Franken. Grundlage dafür war eine Rekordzahl von 990 Bewerbungen. Die geförderten Deeptech-Startups aus Bereichen wie KI, Life Sciences, Cleantech und weiteren Sektoren konnten trotz eines herausfordernden Marktumfelds insgesamt 1,25 Milliarden Franken von Investoren einwerben. 42 Prozent der unterstützten Projekte wurden von Frauen gegründet oder mitgegründet.

Das vergangene Jahr war zudem geprägt von grosser Anerkennung und hoher Investitionsdynamik: 66 Venture-Kick-Alumni wurden unter die Top100 Swiss Startups gewählt. Beispiele dafür sind Climeworks, das mit 162 Millionen US-Dollar eine der weltweit grössten Investitionen im Bereich CO₂-Entfernung sichern konnte, nu glass, das mit dem EY Entrepreneur of the Year ausgezeichnet wurde, sowie Neural Concept, das kurz vor Weihnachten eine Finanzierungsrunde über 100 Millionen US-Dollar abschloss. Diese Erfolge verdeutlichen die Wirkung des Venture-Kick-Portfolios.

Weitere Schlagzeilen machten CompPair mit seiner Zusammenarbeit mit der SBB zur Verbesserung der Nachhaltigkeit von InterCity-Zügen, Bloom Biorenewables mit einer Partnerschaft mit Hexion im Bereich erneuerbarer Klebstoffe sowie Climeworks und Planted, die beide unter die Top 5 der weltweit führenden Greentech-Unternehmen von Time gewählt wurden. Zudem wurde Araris Biotech von Taiho Pharmaceutical übernommen, RetinAI schloss sich EssilorLuxottica an, und Beekeeper wurde von Lumapps akquiriert, womit ein KI-gestützter Employee Hub für Frontline- und Büroangestellte auf Unicorn-Niveau entstand.

«In den vergangenen 19 Jahren hat Venture Kick ein Portfolio von Schweizer Deeptech-Startups aufgebaut, das in Europa einzigartig ist», sagt Beat Schillig, Co-Managing Director von Venture Kick. «Wir fördern eine neue Generation von Weltmarktführern auf Basis modernster Technologien aus der Schweiz, und das findet weltweit Anerkennung bei führenden Investoren.»

Bis 2035 plant Venture Kick, 3’000 Startups zu fördern, insgesamt 50 Milliarden Franken an Kapital zu mobilisieren und 100’000 Arbeitsplätze zu schaffen. Dank der starken Unterstützung von Stiftungen und privaten Förderern will Venture Kick die Zahl der geförderten Startup-Projekte im Jahr 2026 um 15 Prozent erhöhen und so die nächste Generation von Innovatoren in der Schweiz bei der Umsetzung ihrer Ideen unterstützen.

«Angesichts der vielen vielversprechenden Startups, die bereits heute messbare Erfolge erzielen, freut sich Venture Kick darauf, die nächste Generation Schweizer Startups beim Wachstum, bei der Investorengewinnung und bei der internationalen Skalierung zu begleiten», sagt Pascale Vonmont, Delegierte des Venture-Kick-Strategiebeirats.

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