van Spyk soll Staatssekretär werden
21.01.2020

van Spyk soll Staatssekretär werden

Die Regierung des Kantons St.Gallen schlägt dem Kantonsrat Vizestaatssekretär Benedikt van Spyk zur Wahl als neuen Staatssekretär vor. Er soll per 1. Juni die Nachfolge von Canisius Braun antreten, der auf diesen Zeitpunkt hin zurücktritt.  

Benedikt van Spyk erfülle das umfangreiche Anforderungsprofil und sei in breiten Kreisen sowie bei den politischen Parteien anerkannt, schreibt die Regierung.
 
Die Funktion der Staatssekretärin oder des Staatssekretärs ist anspruchsvoll, so die Regierung: Die Person stelle sicher, dass der Politbetrieb funktioniert. Sie nehme mit beratender Stimme an den Regierungssitzungen teil. Gleichzeitig berate sie auch das Präsidium des Kantonsrates. Dabei agiere die Person als Scharnier zwischen der Exekutive und der Legislative. Schliesslich koordiniere sie die Zusammenarbeit der sieben Departemente und der Staatskanzlei. Letztere führt die Staatssekretärin oder der Staatssekretär auch personell.
 
Aufgrund der hohen Anforderungen an die Nachfolgerin oder den Nachfolger hat die Regierung die Stelle öffentlich ausgeschrieben. «Es haben sich mehrere Personen mit ausgezeichneten Qualitäten beworben». so die Regierung. Nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren hätten zwei Personen ein erfolgreiches Assessment durchlaufen. Eine davon habe ihr Dossier schliesslich zurückgezogen. 

Breite Erfahrung in Recht und Digitalisierung 
«Die Regierung ist überzeugt, dass Benedikt van Spyk die richtige Persönlichkeit für diese Stelle ist», sagt die Regierung. Er bringe sowohl die fachliche Qualifikation wie auch die persönliche Eignung mit: Benedikt van Spyk studierte Rechtswissenschaften an der Universität St.Gallen und hat dort doktoriert. Sein juristisches Fachwissen setzt er seit 2014 als Leiter der Dienststelle Recht und Legistik ein. In dieser Funktion hat er dutzende Rechtsgutachten verfasst, zahlreiche Regierungsbeschlüsse mitgestaltet und Gesetzestexte erstellt. 
 
Zudem habe Benedikt van Spyk wesentlich an Grossprojekten im Bereich der Digitalisierung mitgewirkt, darunter an der Einführung der digitalen Geschäftsverwaltung (GEVER) und dem Aufbau der gemeinsamen elektronischen Publikationsplattform von Kanton und Gemeinden. Er ist Mitglied des E-Government-Kooperationsgremiums und des IT-Strategieausschusses des Kantons St.Gallen, schreibt die Regierung.
 
Gleichzeitig bringe Benedikt van Spyk die persönliche Eignung mit, die das Amt des Staatssekretärs verlange. «Er ist analytisch stark, argumentiert sachlich und fundiert, erkennt Konfliktpotenziale frühzeitig und handelt dabei konsensorientiert. Diese Fähigkeiten werden ihm helfen, die anstehende Phase der Veränderung innerhalb der Regierung sowie der Staatskanzlei erfolgreich zu gestalten», hält die Regierung fest.

Kantonsrat entscheidet in Februarsession
Benedikt van Spyk ist vierzig Jahre alt, verheiratet und Vater eines Sohnes. Er wohnt in der Stadt St.Gallen. Derzeit politisiert er noch als Stadtparlamentarier für die FDP. Dieses Amt werde er bei einer Wahl durch den Kantonsrat zum Staatssekretär abgeben, sagt die Regierung. Seine Freizeitbeschäftigungen sind Gleitschirmfliegen sowie Kochen für seine Familie und Freunde.
 
Nach Art. 64 Bst. d der Kantonsverfassung wird die Staatssekretärin oder der Staatssekretär auf Antrag der Regierung durch den Kantonsrat gewählt. Der Kantonsrat wird an der Februarsession über den nun vorliegenden Antrag der Regierung entscheiden.