«Umstrittenste Beamtin der Stadt» hat gekündigt
19.09.2019

«Umstrittenste Beamtin der Stadt» hat gekündigt

Marlis Angehrn, Leiterin der Dienststelle Schule und Musik der Stadt St.Gallen, hat ihre Kündigung per Ende Januar 2020 eingereicht. In die Kritik geraten war die 57-Jährige etwa, weil zwei Lehrer gemäss Verwaltungsgericht zu Unrecht fristlos entlassen worden waren. Die Stadt musste die beiden mit 300'000 Franken entschädigen.

Marlis Angehrn begründet ihre Kündigung laut einer Medienmitteilung damit, dass sie sich seit ihrem Amtsantritt nebst erwünschter sachdienlicher auch mit unberechtigter Kritik an ihrem Wirken konfrontiert gesehen habe, die immer wieder und teils anonym geäussert worden sei. Weil diese ablehnende Sichtweise auf die Dauer auch die Mitarbeiter belastet habe und ein Ende nicht absehbar sei, habe sie sich für einen Schlussstrich entschieden.

Kürzlich geriet die gemäss «Tagblatt» «umstrittenste Beamtin der Stadt» in die Kritik, weil zwei Lehrer gemäss Verwaltungsgericht zu Unrecht fristlos entlassen worden waren. Die Stadt musste die beiden mit 300'000 Franken entschädigen.

Und: Es gebe Lehrer, die das Heu nicht auf der gleichen Bühne hätten wie die CVP-Frau, berichtete das «Tagblatt». Angehrn lasse keine andere Meinung gelten, wer sich kritisch äussere, werde zitiert und in den Senkel gestellt. Die Lehrer, die das behaupteten, wollten nicht mit Namen hinstehen. Sie befürchteten Repression. Ins gleiche Horn stiess gemäss der Zeitung der Lehrerverband.

Wie aus der Mitteilung hervorgeht, verlasse Marlis Angehrn die Stadt St.Gallen aber auf eigenen Wunsch. Der Stadtrat bedaure diesen Entscheid. Angehrn leitet die Dienststelle seit 2014.