Über eine Million für Uhren, Schmuck und Handtaschen
27.05.2019

Über eine Million für Uhren, Schmuck und Handtaschen

Glanz und Glamour in der schweizerischen Auktionsmetropole Wil: Hunderte von wertvollen Schmuckstücken, Luxusuhren und -handtaschen wurden am Freitag, 24. Mai, für über eine Million Schweizer Franken versteigert, zum Beispiel ein Diamantcollier für 50‘000 Franken, eine Patek Philippe-Uhr für 20‘000 oder eine Luxushandtasche für 13‘750 Franken.

Mit der Versteigerung von funkelnden Diamanten und stark nachgefragten gebrauchten Uhren fanden die Saalauktionen der Versteigerungswoche beim Auktionshaus Rapp in Wil einen glamourösen Abschluss. An einem einzigen Freitagnachmittag kamen seltener und wertvoller Schmuck, faszinierende Juwelen, Armband- und Taschenuhren sowie Luxushandtaschen für mehr als eine Million Schweizer Franken unter den Hammer. Das ist mehr als doppelt so viel Umsatz wie anlässlich der ersten Luxusgüterauktion von Rapp in Wil. Geschäftsführerin Marianne Rapp Ohmann erklärt sich den Erfolg vor allem damit, dass ihre Luxusauktion vom Angebotsmix her «weltweit einzigartig» sei.

International gefragt
Was sonst an führenden Auktionsmärkten in New York und London angeboten wird, wurde nun in der Schweiz versteigert. Händler aus Europa und Übersee waren dabei. Im Rampenlicht stand ein besonders wertvolles Diamantcollier (Bild), das für 50‘000 Franken eine neue Besitzerin fand. Hohe Preise erzielten auch andere exklusive Schmuckstücke: So wurde ein Ring, der mit jeweils einem Rubin, einem Saphir und einem Altschliff-Diamanten besetzt ist, für 17‘500 Franken verkauft. Ein Diamant-Armreif mit einem 80-karätigen grünen Turmalin erzielte sogar einen Verkaufspreis von 18‘125 Franken. Beide Stücke lagen damit mehrfach über dem Schätzpreis.

«Pre-owned-Uhren»: neuer Trend
Uhren und Schmuck bekannter Manufakturen seien stark umkämpft gewesen, sagt Marianne Rapp Ohmann: Gefragt waren vor allem Armbanduhren bekannter Manufakturen wie Patek Philippe, Rolex, IWC, Cartier, Breitling und anderen mehr. Überdurchschnittliche Preise wurden für pre-owned, also Occasions-Uhren bezahlt: Während eine Patek Philippe für 20‘000 Franken verkauft wurde, wechselte eine Armbanduhr der Marke Tag Heuer für 11‘875 Franken ihren Besitzer. Sie erzielte damit das Vierfache des Schätzpreises. «Pre-owned» ist laut Rapp die Branchenbezeichnung für den Handel mit gebrauchten Luxusuhren. Nicht umsonst spreche man in Grossbritannien auch von «pre-loved». Einige dieser Armbanduhren, die unter den Hammer kamen, stammen aus den 1950er bis 1970er Jahren. Es sei deshalb sogar vorgekommen, dass eine Uhr aus dem Pre-owned-Markt teurer ersteigert wurde, als eine neue, gleichartige Uhr kostet, stellt Rapp fest.

«Vintage» ist modern
Nebst renommierten Uhren und auserlesenem Schmuck sorgten auch exklusive Handtaschen für Aufsehen. «Besonders hochgehandelte Handtaschen sind Exemplare von Hermès. Diese Marke ist gerade das Zauberwort in dieser Branche», analysiert Marianne Rapp Ohmann den Markt. Eine Taschen-Liebhaberin liess sich eine Birkin Bag von Hermès zum Beispiel 13‘750 Franken kosten. Das zeigt: «Vintage» wurde an der Auktion nicht als altmodisch gehandelt – im Gegenteil: «Kollektionen vergangener Tage stehen hoch im Kurs.» Deshalb würden vermehrt auch Luxus-Handtaschen von Chanel, Dior, Gucci oder Louis Vuitton nachgefragt. «Sie werden wie Kunstwerke gesammelt und präsentiert.»

Luxusservice für Luxusgüter
Das Auktionshaus Rapp bot nicht nur Top-Stücke auf seiner Auktion an, sondern bot auch den passenden Luxusservice dazu: Die internationale Kundschaft wurde mit edlen Limousinen am Flughafen abgeholt. Auf sie wartete ausserdem Gourmetverpflegung, ein erstklassiges Sightseeing-Programm und am Schlussabend der Saalauktionen ein exklusives Jewellery-Dinner.