Tipps für mehr Erfolg in der Lehrzeit
Text: pd/mew
Psychologin und Hirncoach Sina Bärtsch zeigte anhand praktischer Übungen auf, wie das Gehirn tatsächlich arbeitet. Pausen seien keine verlorene Zeit, sondern Verarbeitungszeit. Und sie räumte gleich mit einem Mythos auf: Multitasking klappt nicht wirklich, wer zwei Dinge gleichzeitig erledigen will, macht rund 50 Prozent mehr Fehler und braucht 50 Prozent länger.
Aus «ich kann nicht» ein «noch nicht» machen
Sigrist gab fünf Rezepte mit, die noch am selben Abend funktionieren: abends drei Dinge notieren, die gut liefen. Bei «Ich kann das nicht» kurz stoppen und stattdessen fragen: «Was brauche ich, um es zu schaffen?» Und im Kopf das Wort «nicht» durch «noch nicht» ersetzen.
Dazu kamen zwei Stimmen aus der Praxis. Olympiasieger Carlo Janka erinnerte daran, dass jeder Weltcupsieg mit einem ersten Trainingslauf begann, und brachte es auf die Formel: «Angst ist ein Gefühl. Mut ist eine Entscheidung.
Rückschläge bezeichnete er nicht als Niederlagen, sondern als Investition, und Erfolg messe sich an der eigenen Bestleistung, nicht an den anderen. Thomas Graf, Sänger der Gruppe «MEGAWATT» und Leiter Berufsbildung bei der Hoval AG, schloss den Kreis zum positiven Denken.
Sein Satz für die Lehrlinge: «Ich verliere nie, entweder ich gewinne oder ich lerne.» Und: «Wachstum beginnt dort, wo die Komfortzone endet.»
Rüstzeugs für die Lehrzeit
Zwanzig Rezepte nahmen die Jugendlichen mit nach Hause, und alle zielen auf dasselbe: den Kopf so zu organisieren, dass Lernen leichter fällt und ein schlechter Tag im Betrieb nicht gleich alles kippt.
Wer das während der Lehre einübt, geht ruhiger in Prüfungen, wird leistungsfähiger und bleibt dran, wenn es anspruchsvoll wird.