24.01.2018

Thurgauer Motivationspreis für Ifolor

Die Thurgauer Wirtschaft verleiht den diesjährigen Motivationspreis an die Ifolor AG in Kreuzlingen. Die Jury zeichnet damit ein Unternehmen aus, das früh den Wind der Digitalisierung zu spüren bekam und die Herausforderungen proaktiv und sehr erfolgreich meisterte.

Die Ifolor AG wurde 1961 als Photocolor Kreuzlingen AG gegründet und betrieb ab 1968 einen der ersten Fotoversände per Post. Heute gehört Ifolor zu den umsatzstärksten Schweizer E-Commerce-Unternehmen und ist in 15 Ländern aktiv – in der Schweiz und in Finnland bekleidet man die Position des Marktführers. Seit 2007 tritt das Familienunternehmen vom Bodensee unter der einheitlichen Marke Ifolor auf. Das KMU unterhält zwei mit modernster Technologie ausgestattete Produktionsstandorte am Hauptsitz in Kreuzlingen und in Kerava bei Helsinki (Finnland).

Rechtzeitig bereit
In den späten 1990er-Jahren begann der Siegeszug der Digitalfotografie. Ifolor war sogleich zur Stelle, als das Business einen gewaltigen Wandel erfuhr, und hat die Herausforderungen der Digitalisierung auf vorbildliche Weise bewältigt.

Diese Vorreiterrolle nimmt das Unternehmen auch heute noch ein: 2017 avancierte zu einem der erfolgreichsten Jahre in der Firmengeschichte von Ifolor: Der Technologiekonzern Apple wählte weltweit fünf Drittanbieter aus, die in die App «Fotos» des neuen Betriebssystems macOS High Sierra integriert wurden. Ifolor gehörte zu diesen ausgewählten Unternehmen und vergrösserte damit sein Einzugsgebiet auf einen Schlag um fünf weitere Länder.

Ausgeprägte Innovationskultur
Der Motivationspreis der Thurgauer Wirtschaft wird dieses Jahr zum 20. Mal verliehen. Die Jury ist davon überzeugt, mit der Ifolor AG eine würdige Preisträgerin auszuzeichnen. Die Firma hat sich nach dem Siegeszug der Digitalfotografie neu erfunden, ist digital in ihrem Sektor führend und hat eine grosse Ausstrahlung – schweizweit wie auch international. Zudem pflegt sie ein modernes Familienmodell.

Die vorläufig krönende Anerkennung dieser Innovationskraft erfolgte 2017, als Apple die App «Fotos» öffnete und seither seinen Nutzern Fotoproduktbestellungen über die Ifolor Erweiterung ermöglicht. Eine Auszeichnung mit Echo über die Schweizer Landesgrenzen hinweg, nicht nur für Ifolor, sondern für den ganzen Wirtschaftsstandort Thurgau. Grundlage dieses Erfolges sind nach Ansicht der Jury Führungsstärke, eine ausgeprägte Innovationskultur und eine nachhaltige Qualitätssicherung.

Thurgauer CEO von Kopf bis Fuss
An der Spitze von Ifolor steht heute mit CEO Filip P. Schwarz (Bild) ein Thurgauer mit Leib und Seele. Aufgewachsen in Bottighofen und in Kreuzlingen zur Schule gegangen, ist er in seiner Thurgauer Heimat stark verwurzelt. Er ist die treibende Kraft, wenn es um die Erschliessung zukunftsweisender neuer Märkte geht und scheut sich auch nicht davor, unkonventionelle Wege zu beschreiten. Neuestes Beispiel: Ifolor macht das Drucken von 3D-Figuren massentauglich und für jedermann finanzierbar. Ein erstes Pilotprojekt am Fantastical Kreuzlingen verlief im August 2017 äusserst erfolgversprechend.

Kürzlich verlieh die Thurgauer Zeitung Filip P. Schwarz im «Who is who» das Prädikat «moderner geht es kaum».

Preisverleihung im Frühjahr
Der «Thurgauer Apfel» als Motivationspreis der Thurgauer Wirtschaft wird von vier Partnern getragen – der Industrie- und Handelskammer Thurgau, dem Thurgauer Gewerbeverband, der Thurgauer Kantonalbank sowie dem Departement für Inneres und Volkswirtschaft des Kantons Thurgau. Der Preis wurde 1999 erstmals verliehen. Die Jury besteht aus neun Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik. Der Preisträger erhält eine originelle Trophäe, den sogenannten Thurgauer Apfel, und einen Barbetrag von 10'000 Franken. Mit dem Preis werden Unternehmen oder Unternehmensgruppen, Gemeinden, Verbände und andere Organisationen sowie in Ausnahmefällen einzelne Personen mit herausragenden Leistungen für den Wirtschaftsstandort Thurgau ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet jeweils in feierlichem Rahmen statt.

Die bisherigen Preisträger waren die Stadt Frauenfeld, die Mittelthurgaubahn, die Max Zeller Söhne AG, die Apotheke zur Rose, AgroMarketing Thurgau, die Kartause Ittingen, die Weinfelder Model-Gruppe, die Aadorfer Griesser-Gruppe, die Klinik Schloss Mammern, die Bischofszell Nahrungsmittel AG, die Stadler Rail AG in Bussnang, die Mosterei Möhl AG in Arbon, die ESGE AG (bamix) in Mettlen, die Baumer Group in Frauenfeld, die Rausch AG in Kreuzlingen, die KIFA AG in Aadorf, die Chocolat Bernrain AG in Kreuzlingen, die Schweizerische Bodensee Schifffahrtsgesellschaft (SBS) AG in Romanshorn und die Stutz AG in Hatswil.