Thurgauer Immobilien sind gefragt
06.11.2018

Thurgauer Immobilien sind gefragt

Die 1400 Gäste an den diesjährigen TKB-Anlegerforen erhielten aktuelle Informationen zu Immobilien- und Anlagetrends. Gastredner war der Wirtschaftsprofessor und Immobilienexperte Donato Scognamiglio (Bild). Ein Fazit: «In den letzten sechs Monaten haben Immobilien im Thurgau um zwei Prozent an Wert gewonnen.»

An fünf Abenden in Amriswil, Weinfelden, Frauenfeld, Kreuzlingen und Fischingen vermittelte der Gründer und CEO des Immobiliendienstleisters IAZI AG und Titularprofessor an der Universität Bern, Donato Scognamiglio, den 1400 Gästen der Thurgauer Kantonalbank (TKB) anregende Gedanken über die aktuelle Situation auf dem Immobilienmarkt.

Preisniveau zeigt nach oben
Der Schweizer Bevölkerung gehe es heute so gut wie noch nie, so Scognamiglio. Als 1848 der Bundesstaat gegründet wurde, suchten noch viele Mittellose ihr Glück in den USA und lag die durchschnittliche Lebenserwartung der Schweizer – nicht zuletzt auch wegen der hohen Kindersterblichkeitsrate – bei 40 Jahren. 170 Jahre später seien die Helvetier so reich, gesund und beschäftigt wie nie zuvor. Dies gelte auch im Thurgau, wo aktuell insbesondere Einfamilienhausbesitzer «fast schon paradiesische Zustände» anträfen. Dies zeige auch der Thurgauer Eigenheimindex, den die IAZI AG kürzlich in Zusammenarbeit mit der TKB lanciert habe. Ein Index, der nicht auf fiktiven Schätzungen oder Inseratenpreisen beruht, sondern auf den tatsächlich bezahlten Immobilienpreisen.

Anhand dieser Fakten konnte Scognamiglio den Eigenheimbesitzern unter den Gästen eine freudige Mitteilung machen: «Thurgauer Land und Wohneigentum sind begehrt. In den letzten sechs Monaten haben Immobilien im Thurgau um zwei Prozent an Wert gewonnen.» Ein Ende dieses Trends sei, so lange die Niedrigzinsen und das Bevölkerungswachstum anhielten, nicht absehbar, erklärte Scognamiglio, denn die Bauzone in der Schweiz verharre seit über zehn Jahren konstant auf 5,6 Prozent der Gesamtfläche.

Aktienmärkte sind vielversprechend
Den Rat zur Diversifizierung des eigenen Portefeuilles gab Karel Ehmann, Leiter des Investment Center der TKB, den Thurgauer Anlegern: «Die alte Regel, wonach man je einen Drittel seines Vermögens in Immobilien, Aktien und in Bargeld angelegt haben sollte, gilt nach wie vor».

Gegenwärtig seien die Industrienationen gut unterwegs, die Binnennachfrage stark und die Aktienmärkte attraktiv – auch wenn die Notierungen in den vergangenen Wochen leicht rückläufig gewesen seien. «Aktien sind nun einmal schwankungsanfällig. Aber das ist höchstens eine Korrektur nach sehr guten Zeiten und nicht der Beginn einer Baisse», so Ehmann.