Thurgauer Allianz gegen Selbstbestimmungsinitiative
23.10.2018

Thurgauer Allianz gegen Selbstbestimmungsinitiative

Nicht einverstanden mit der Selbstbestimmungsinitiative der SVP ist eine breite politische und wirtschaftliche Allianz im Kanton Thurgau. Sie will eine gewichtige Gegenstimme bilden.

«Die Schweizer Wirtschaft ist weltweit ausserordentlich stark vernetzt», sagte Christian Neuweiler (links im Bild), Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Thurgau und FDP-Parteileitungsmitglied, an einer Medienorientierung in Weinfelden. Ihren Wohlstand verdanke unser Land in erster Linie dem Export. Die Schweiz ist gemäss Neuweiler zum eigenen Schutz auf funktionierende Verträge und internationale Spielregeln angewiesen.

SP-Präsidentin Nina Schläfli (Mitte) betrachtet das Volksbegehren als «Angriff auf die Menschenrechte». Laut CVP-Präsident Paul Rutishauser (rechts) hätte es grosse Rechtsunsicherheiten zur Folge. «Die Initiative führt den Kleinstaat Schweiz ins Abseits», sagte er.

Unterstützt wurde die ablehnende Haltung von EVP-Präsident Wolfgang Ackerknecht, GLP-Präsident Robert Meyer, CVP-Fraktionschef Ulrich Müller und CVP-Kantonsrätin Sabina Peter Köstli. Sie verwiesen auf die humanitäre Tradition der Schweiz. Weiter sehen sie bei einem Ja die Wohlfahrt gefährdet.