Thurgau

Stadlers «Tina» startet in Probebetrieb

Stadlers «Tina» startet in Probebetrieb
Christel Mourik, Geschäftsführerin der MRDH (Metropoolregio Rotterdam Den Haag), Adeel Mahmood, Mitglied des Stadtrats für Mobilität in Den Haag, Thea de Vries, Geschäftsführerin der HTM, und Ansgar Brockmeyer, Divisionsleiter Marketing & Sales und stellvertretender Group CEO bei Stadler
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Stadler erreicht beim bislang grössten Auftrag für seine Tina-Trams einen Meilenstein: In Den Haag wurde das neue Fahrzeug erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und startet nun in den Probebetrieb. Insgesamt hat die niederländische Verkehrsgesellschaft HTM 62 Trams bestellt.

Text: stz.

Für Stadler beginnt in Den Haag die nächste Phase eines bedeutenden Grossauftrags. Die neue Tina-Tram (Total Integrierter Niederflur-Antrieb) wurde erstmals öffentlich präsentiert und nimmt den Probebetrieb auf dem Netz der niederländischen Verkehrsgesellschaft HTM auf. Die neuen Fahrzeuge sollen die seit vielen Jahren eingesetzte GTL8-Flotte schrittweise ersetzen.

HTM hat insgesamt 62 Tina-Trams bei Stadler bestellt. Es handelt sich damit um den bislang grössten Auftrag für diese Fahrzeugfamilie.

Die dreiteiligen Zweirichtungsfahrzeuge sind 36,5 Meter lang und 2,65 Meter breit. Sie bieten Platz für bis zu 230 Fahrgäste und sind vollständig klimatisiert. Besonderes Augenmerk legten Stadler und HTM auf Barrierefreiheit und Komfort: Der Innenraum ist durchgehend niederflurig und kommt ohne Stufen oder erhöhte Podeste aus. Hohe Decken und grosse Panoramafenster sollen zusätzlich für ein grosszügiges Raumgefühl sorgen.

Bei der Gestaltung des Innenraums wurden auch Rückmeldungen aus der Bevölkerung berücksichtigt. Diese flossen unter anderem in die Ausführung von Sitzen, Haltewunschtasten und Haltestangen ein.

Mehr als einen Kilometer ohne Oberleitung

Technisch wartet die Tina mit vier neu entwickelten Drehgestellen auf. Sie sollen einen ruhigen Lauf ermöglichen und gleichzeitig den Verschleiss an Rädern und Gleisen reduzieren. Ein LTO-Batteriepaket erlaubt es den Trams zudem, bis zu 1,26 Kilometer ohne Oberleitung zurückzulegen. Fahrerassistenzsysteme einschliesslich Kollisionswarnung sollen die Sicherheit erhöhen.

Produziert werden die Fahrzeuge im Stadler-Werk im polnischen Siedlce. Dem jetzt gestarteten Probebetrieb gingen Entwicklung, Fertigung und umfangreiche Tests voraus.

Mit der neuen Flotte modernisiert HTM einen wesentlichen Teil seines Tramverkehrs. Für den Ostschweizer Schienenfahrzeugbauer wiederum ist der Start in Den Haag ein wichtiger Schritt für die noch junge Tina-Fahrzeugfamilie und eine bedeutende Referenz im europäischen Stadtverkehr.

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