Thurgau

Stadler: Brunner folgt auf Bernsteiner

Stadler: Brunner folgt auf Bernsteiner
Philipp Brunner und Markus Bernsteiner
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Stadler setzt bei der Nachfolge an der Konzernspitze auf einen erfahrenen Mann aus den eigenen Reihen: Philipp Brunner übernimmt am 1. Januar 2027 die operative Führung des Thurgauer Schienenfahrzeugherstellers. Der 42-Jährige folgt auf Markus Bernsteiner, der sich nach 27 Jahren bei Stadler künftig auf Verwaltungsratsmandate konzentrieren will.

Text: pd/stz.

OD  
VRP Peter Spuhler
VRP Peter Spuhler

Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Umsatz um 40 Prozent auf 2 Milliarden Franken. Für das Gesamtjahr erwartet Stadler erstmals einen Umsatz von deutlich über 5 Milliarden Franken und eine EBIT-Marge von über 5 Prozent.

Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler würdigt Bernsteiners Beitrag: «Die Zusammenarbeit mit Markus Bernsteiner über ein Vierteljahrhundert lang war exzellent. Er hat sich den operativen Herausforderungen erfolgreich gestellt, auch als es stürmisch wurde.» Dass Stadler wieder auf die Erfolgsschiene zurückgekehrt sei, verdanke das Unternehmen auch dem grossen Einsatz seines Group CEO. «Für seine umsichtige Führung sowie seine grosse Verbundenheit zu Stadler danke ich ihm von Herzen, im Namen des ganzen Verwaltungsrats.»

Mit Philipp Brunner übernimmt ein Nachfolger, der wesentliche Teile seiner Karriere im internationalen Geschäft von Stadler verbracht hat. Er studierte Betriebswirtschaft an der Universität St.Gallen und ergänzte seine Ausbildung mit einem MBA der ETH Zürich. Erste Berufserfahrung sammelte er bei der UBS und in der Konsumgüterbranche.

Peter Spuhler stellte Brunner 2010 am Hauptsitz in Bussnang ein. Seine erste Aufgabe führte ihn als Projektleiter nach Indien, wo er direkt an Spuhler rapportierte. 2011 übernahm er eine schwierige Ausgangslage in Algerien und baute dort den Wartungsstandort von Stadler auf.

Ab 2012 verantwortete Brunner als Projektleiter den Aufbau des Werkes in Minsk auf der grünen Wiese. Anschliessend leitete er den Standort als Chief Operating Officer und ab 2016 als CEO. Unter seiner Führung entwickelte sich Stadler Minsk mit gegen 2000 Mitarbeitern zu einem der erfolgreichsten Unternehmen innerhalb der Gruppe und erzielte bedeutende Exporterfolge in Ost- und Zentraleuropa. Aufgrund der Sanktionen musste Stadler das Werk inzwischen stark verkleinern.

Als Leiter der Division Zentraleuropa baute Brunner das Geschäft mit drei Standorten und mehr als 2600 Mitarbeitern aus und machte es profitabel. Im Berliner Werk leitete er Massnahmen zur Effizienzsteigerung ein. Aus seinen bisherigen Aufgaben bringt er Kenntnisse der Schienenfahrzeugproduktion, der weltweiten Zulieferindustrie und der Märkte in Europa, Asien und Nordafrika mit.

Spuhler verweist auf die langjährige Zusammenarbeit mit dem künftigen Konzernchef: «Er hat sich in zahlreichen wichtigen Funktionen innerhalb der Stadler-Gruppe hochgearbeitet und mehrfach auch international bewiesen, dass er im operativen Geschäft exzellente Resultate erzielt.» Er freue sich sehr auf die Zusammenarbeit mit Brunner als neuem Group CEO und gratuliere ihm herzlich zu dieser Aufgabe.

Brunner wird die operative Verantwortung am 1. Januar 2027 übernehmen. Die Nachfolgeplanung für die Führung der Divisionen Zentraleuropa und Deutschland ist laut Stadler weit fortgeschritten. Die neuen Divisionsleiter sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.

Der designierte Group CEO freut sich auf die Zusammenarbeit mit Spuhler, dem Verwaltungsrat, der Konzernleitung und den 18’000 Mitarbeitern. «Stadler ist für mich eine Herzensangelegenheit und es ist mir eine grosse Ehre und Freude, Stadler nachhaltig auf diesem Erfolgskurs zu leiten.»

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