Wega 2026 übertrifft Erwartungen
Text: pd/stz.
Fünf Tage Sonnenschein sorgten in Weinfelden für beste Messebedingungen. Bereits am Eröffnungstag füllten sich die Hallen und Gassen, und der grosse Andrang hielt bis zum Abschluss an. Eine genaue Besucherzahl lässt sich bei freiem Eintritt nicht ermitteln. Als Vergleich dient die Besuchererhebung von 2023, die rund 140'000 Besucher ergab. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass diese Marke 2026 erneut erreicht oder übertroffen wurde.
Für die mehr als 400 beteiligten Firmen und Organisationen bot die Wega eine Plattform, um Produkte, Dienstleistungen und Neuheiten einem breiten Publikum vorzustellen. An den Ständen wurde beraten, verglichen und bestellt. Gleichzeitig machten Gastronomie, Unterhaltung und Begegnungen die Messe zum Volksfest. Nach Angaben der Veranstalter erzeugt die Wega einen volkswirtschaftlichen Nutzen von mehreren Millionen Franken und ist zugleich das grösste Fest im Kanton.
Wega-Präsident Beat Bollinger hebt insbesondere das friedliche Miteinander hervor: «Hier kommen viele Menschen zusammen, entdecken Neues, tauschen sich aus, verbringen Zeit miteinander – und das alles trotz des sehr grossen Andrangs absolut friedlich. Genau das macht die Atmosphäre und auch die Bedeutung der Wega als identitätsstiftenden Event für die ganze Bevölkerung aus!»
Auf dem Marktplatz präsentierte sich die Gastregion Engadin Samnaun Val Müstair. Der Nationalpark, die rätoromanische Kultur und Bündner Spezialitäten brachten ein Stück Bergwelt nach Weinfelden. Die Sonderschau Haustier widmete sich Hund und Katze. Bei «Wind und Sonne» von Pro Wind Thurgau stand die Frage im Zentrum, woher der Strom kommt, wenn die Sonne nicht scheint.
Auch die regionale Wirtschaft war prominent vertreten: In der Gründer-Ecke stellten sich Thurgauer Jungunternehmen vor, während das Weinfelder Gewerbe in Halle 11 seine Leistungen zeigte. Der Degustations-Treff in Halle 12 sowie der Wega-Bauernhof mit Sonderschau und Streichelzoo gehörten ebenfalls zu den Publikumsmagneten.
Das Rahmenprogramm sprach alle Generationen an. Auf der TKB-Bühne sorgten Dom Sweden an der TKB-Night und MAXiN an der erstmals durchgeführten OBT-Night für volle Plätze. Weitere Höhepunkte waren die Wahl der Thurgauer Apfelkönigin, der 42. Wega-Lauf, das Jungwacht-Seifenkistenrennen, die Wega-Schlagerparade und das abschliessende Kinderkonzert mit Andrew Bond. Zahlreiche weitere Veranstaltungsorte ergänzten das Programm. Beim Festumzug am Sonntag präsentierten über 500 Mitwirkende vor zahlreichen Zuschauern die Vielfalt der Region.
Besonders deutlich zeigte sich die Nachfrage bei der Tombola. Obwohl die Veranstalter 10'000 zusätzliche Lose drucken liessen und entsprechend mehr Preise beschafften, war die Tombola bereits am späteren Sonntagnachmittag ausverkauft.
Auch der Wega-Button legte zu: Knapp 1500 Exemplare mehr als im Vorjahr wurden verkauft. Mit 32 Leistungen im Gegenwert von 210 Franken bot der Button einen grösseren Leistungsumfang als je zuvor. Der neu eingeführte ÖV-Button, der zusätzlich die Hin- und Rückreise aus dem gesamten Ostwind-Gebiet einschliesst, fand im ersten Jahr 517 Käufer.
Trotz des hohen Besucheraufkommens verzeichneten die Verantwortlichen bis Montag um 18 Uhr nur wenige kleinere Zwischenfälle. Erstmals kam die App EchoSOS zum Einsatz. Damit konnten Besucher die Sanität und den Sicherheitsdienst der Wega direkt alarmieren und ihren genauen Standort übermitteln.
Zum Abschluss danken die Veranstalter den Mitarbeitern und Helfern aus über 700 Organisationen, die sich in unterschiedlicher Form an der Wega beteiligten. Der Dank gilt ebenso dem Presenting-Partner Lidl, den Sponsoren, den Button-Partnern und -Käufern, den Preissponsoren der Tombola sowie den weiteren Unterstützern. Besonders würdigen die Verantwortlichen das Verständnis der Anwohner für die Einschränkungen während der Messe und den Einsatz der ehrenamtlichen Wega-Kommission bei der Vorbereitung und Durchführung.