St.Gallen

St.Galler Agentur prämiert die KI-Kreativen

St.Galler Agentur prämiert die KI-Kreativen
Laurent Cliquet, Hekuran Avdili und Ivan Bruno
Lesezeit: 2 Minuten

358 Beiträge aus 36 Ländern: Der zweite AI Media Award verzeichnet rund 30 Prozent mehr Einreichungen als im Vorjahr. Organisiert hat die Preisverleihung vom 27. Oktober im Kongresshaus Zürich die St.Galler AMA AI Media Agency AG. Ausgezeichnet wurden Arbeiten in sechs internationalen Kategorien sowie mit einem Schweizer Spezialpreis.

Text: pd/stz.

Der Wettbewerb zeigt, wie sich künstliche Intelligenz in der Kreativwirtschaft etabliert. Prämiert wurden Produktionen aus den Bereichen Werbung, Animation, Kunst, Mode, Musikvideo und filmisches Erzählen. Die Preisverleihung war eingebettet in einen Veranstaltungstag mit dem AI Creator Day, der Creator & Brands Convention und dem anschliessenden Smile Swiss Influence Award.

Über die Auszeichnungen entschied eine 18-köpfige internationale Fachjury. Die Beiträge wurden anonymisiert bewertet: Weder die Urheber noch deren Herkunftsland waren den Juroren bekannt. Entscheidend waren die kreative Idee, die erzählerische Qualität, die Gestaltung und der professionelle Einsatz von KI.

Yanina de Sapio
Yanina de Sapio

Den bestplatzierten Schweizer Beitrag in der internationalen Wertung lieferte Yanina de Sapio

Mit «Vivid» erreichte sie Rang zwei in der Kategorie AI Fashion. Ihr Film entwirft eine Modewelt des Jahres 2050, in der sich Farben und Muster eines Kleidungsstücks digital verändern lassen. Bereits 2025 hatte die Schweizerin den Wettbewerb in der Kategorie AI Advertising gewonnen.

Beim Spezialpreis Swiss AI Creator setzte sich Hekuran Avdili mit «The Invisible Friend» durch. Sein Film beleuchtet, wie digitale Systeme als unsichtbare Miterzieher den Alltag von Kindern beeinflussen. Laurent Cliquet belegte mit «Joseph» den zweiten Platz. Rang drei ging an Ivan Bruno für «What We Carry», eine Geschichte über Alzheimer, Familie und eine Uhr als Erinnerungsträger.

Für Agenturen und Unternehmen steht hinter dem Wettbewerb eine wirtschaftlich relevante Entwicklung: Generative KI eröffnet auch kleinen Teams Produktionsmöglichkeiten, die bisher grosse Budgets und aufwendige Dreharbeiten erforderten. Die ausgezeichneten Arbeiten stellen dabei Geschichten und Gestaltung ins Zentrum.

Die jeweils drei bestplatzierten Beiträge der sechs internationalen Kategorien sind hier zu sehen:

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