St.Gallen

St.Gallen erhöht Pflegebeiträge: Verbände fordern mehr

St.Gallen erhöht Pflegebeiträge: Verbände fordern mehr
Die Branchenverbände Curaviva St.Gallen und senesuisse begrüssen die Anpassung
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Ab 2027 steigen im Kanton St.Gallen die Höchstansätze für Pflegekosten und die Tagespauschalen für Heimbewohner mit Ergänzungsleistungen. Curaviva St.Gallen und senesuisse begrüssen den Entscheid, sehen aber weiterhin Finanzierungslücken.

Text: pd/mew

Die St.Galler Regierung erhöht per 1. Januar 2027 die Höchstansätze für die Pflegekosten, welche die Gemeinden in Alters- und Pflegeheimen übernehmen. Gleichzeitig steigt der maximale Tagesbeitrag des Kantons an die Aufenthaltskosten von Personen mit Ergänzungsleistungen schrittweise: von heute 180 Franken auf 185 Franken im Jahr 2027, 190 Franken im Jahr 2028 und 196 Franken im Jahr 2029.

Die Branchenverbände Curaviva St.Gallen und senesuisse begrüssen die Anpassung. Sie hatten sich gemeinsam gegenüber dem Kanton für höhere Ansätze eingesetzt. Nach ihrer Einschätzung war die Finanzierung über Jahre unverändert und zu tief geblieben.

Verbände sehen weiterhin eine Finanzierungslücke

Die höheren Ansätze entlasteten die Altersinstitutionen, lösten deren strukturelle Finanzierungslücke aber nicht vollständig, schreiben die Verbände in ihrer Mitteilung.

Die Erhöhungen reichten aus ihrer Sicht weder aus, um den Rückstand bei der Entlöhnung des Pflegepersonals aufzuholen, noch um die mit der Pflegeinitiative angestrebten besseren Arbeitsbedingungen umzusetzen.

Curaviva St.Gallen und senesuisse fordern deshalb regelmässige Anpassungen der Ansätze an die tatsächliche Kostenentwicklung. Angesichts des wachsenden Bedarfs an qualifiziertem Pflegepersonal brauche es eine Finanzierung, die die anfallenden Kosten decke und bessere Anstellungsbedingungen ermögliche. Dafür wollen sich die beiden Verbände im weiteren politischen Dialog einsetzen.

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