03.10.2018

Spuhler will nicht

Peter Spuhler verzichtet auf eine Ständeratskandidatur: Der Unternehmer und ehemalige Thurgauer SVP-Nationalrat hätte die Nachfolge von Roland Eberle antreten können.

Die SVP Thurgau hat Peter Spuhler für eine Kandidatur für den Ständerat angefragt, nachdem SVP-Ständerat Roland Eberle angekündet hatte, dass er sich bei den Ständerats-Wahlen 2019 nicht mehr zur Verfügung stellen werde.

Peter Spuhler hat sich sehr über die Anfrage seiner Partei gefreut. Er zeigte sich geehrt darüber, dass ihm dieses Amt zugetraut wird. Nach einer kurzen Bedenkzeit ist er zum Schluss gekommen, dass er nicht für dieses Amt kandidieren möchte. Der Entscheid ist ihm schwer gefallen, da ihm die Politik und das Wohl der Schweiz nach wie vor sehr am Herzen liegen.

Spuhler hat aber auch immer betont, dass er zu allererst Unternehmer ist. Als solchen erwarten ihn in den nächsten Jahren grosse Herausforderungen. Die Übergabe der operativen Verantwortung für Stadler an Thomas Ahlburg per 1.1.2018 ist erfolgreich verlaufen und hat sich wie Peter Spuhler sagt zu seiner „vollen Zufriedenheit“ entwickelt. Als Verwaltungsratspräsident sei er aber nach wie vor für die strategische Entwicklung des Unternehmens verantwortlich und in dieser Funktion stark gefordert.

Die Branche befinde sich in einer zweiten grossen Konsolidierungswelle, mit der chinesischen CRRC einerseits und der geplanten Fusion von Siemens und Alstom andererseits. Auch die Digitalisierung bringt neue Aufgaben für Stadler mit sich. Hinzu kommen weitere Investments und damit verbundene Verwaltungsratstätigkeiten von Peter Spuhler wie etwa Rieter, Autoneum, Aebi Schmidt oder der neue Lok-Pool. Durch die hohe zeitliche Mehrfachbelastung musste auch seine Familie in den letzten 30 Jahren in vielen Bereichen zurückstehen. Peter Spuhler möchte deshalb künftig auch mehr Zeit mit ihr verbringen.