St.Gallen

Sportradar wächst kräftig und rutscht dennoch ins Minus

Sportradar wächst kräftig und rutscht dennoch ins Minus
Sportradar-CEO Carsten Koerl
Lesezeit: 2 Minuten

Der St.Galler Sportdatenanbieter Sportradar hat seinen Umsatz und das bereinigte EBITDA im zweiten Quartal deutlich gesteigert. Unrealisierte Währungsverluste bescherten dem Nasdaq-Unternehmen unter dem Strich dennoch einen Verlust von vier Millionen Euro.

Text: stz.

Der Umsatz von Sportradar stieg im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19 Prozent auf 378 Millionen Euro. Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft mit Wetttechnologien und entsprechenden Lösungen: Der Umsatz dieses Bereichs wuchs um 21 Prozent auf 314 Millionen Euro.

Das bereinigte EBITDA legte ebenfalls um 19 Prozent auf 76 Millionen Euro zu. Die entsprechende Marge erhöhte sich leicht von 20,1 auf 20,2 Prozent. Der operative Geldfluss wuchs um 20 Prozent auf 117 Millionen Euro, der freie Cashflow um 14 Prozent auf 59 Millionen Euro.

Trotz der besseren operativen Leistung resultierte unter dem Strich ein Verlust von vier Millionen Euro. Im zweiten Quartal 2025 hatte Sportradar noch einen Gewinn von 49 Millionen Euro ausgewiesen. Verantwortlich für den Rückgang waren vor allem Währungseffekte: Im Berichtsquartal verbuchte das Unternehmen einen unrealisierten Währungsverlust von neun Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum ein Währungsgewinn von 54 Millionen Euro angefallen war.

«Die starke Nachfrage nach unseren Premium-Inhalten, Daten und Technologielösungen hat das zweistellige Wachstum angetrieben», sagt Sportradar-CEO Carsten Koerl. Zum Wachstum beigetragen habe auch die stärkere Vermarktung des übernommenen Rechteportfolios von IMG Arena.

Sportradar baute seine Position zudem mit neuen Partnerschaften aus. Das Unternehmen arbeitet künftig unter anderem mit den Prognoseplattformen Kalshi und Polymarket zusammen und verlängerte die Vereinbarung über die weltweite Verbreitung offizieller Daten und Wettübertragungsrechte des Tennisturniers Wimbledon.

Für das Gesamtjahr erwartet Sportradar einen Umsatz zwischen 1,518 und 1,533 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 360 und 368 Millionen Euro erreichen. Währungsbereinigt rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum von 19 bis 21 Prozent und einem Anstieg des bereinigten EBITDA von 24 bis 27 Prozent.

Auch interessant

Sportradar und FIFA verlängern Partnerschaft
St.Gallen

Sportradar und FIFA verlängern Partnerschaft

«Eine Revolution steht bevor»
Gast-Kommentar

«Eine Revolution steht bevor»

Bolzplatz und Börse im Doppelpass
Sport als Business

Bolzplatz und Börse im Doppelpass